Im Ausland bei Gasteltern

Gastfamilie im Ausland

Diese Möglichkeit sollte man nutzen und sich vielleicht eher für ein spanischsprachiges Land oder für Französisch entscheiden. Häufig wird die 10. oder 11. Klasse im Ausland absolviert. Da man noch nicht volljährig ist wenn man im Ausland zur Schule geht, wird man häufig bei sogenannten Gastfamilien untergebracht.
Doch wer sind diese Gastfamilien, aus welchen Gründen nehmen sie mich auf, was kann ich machen wenn ich mich mit meinen Gastfamilien nicht verstehe, worauf sollte ich Acht / Rücksicht nehmen?

Grob gesehen, gibt es drei Arten von Gastfamilien:
1) Die Gastfamilie möchte Menschen aus anderen Ländern aufnehmen, näher kennen zu lernen und den Alltag mit Dir teilen
2) Die Gastfamilie bekommt Geld dafür, Dich mehrere Wochen/Monate aufzunehmen
3) Die Gastfamilie sucht eine günstige Haushaltskraft (Babysitting, Kochen, Putzen, Einkaufen).

Am sympathischsten sind sicher die Familien aus Gruppe 1. Zum Teil hat auch eines ihrer Kinder eine Zeit im Ausland verbracht und grossen Gefallen daran gefunden, diese Freude und Gastfreundschaft möchte die Familie nun weitergeben. In den meissten Fällen entsteht ein enge Freundschaft mit der Gastfamilie und die Kontakte bleiben meisst ein Leben lang bestehen.

Eine Gastfamilie die Geld dafür bekommt um Dich auf zu nehmen kann genauso freundlich und aufmerksam sein. Schliesslich möchtest Du ein Zimmer haben, etwas Essen, und Licht und Heizung sind auch von Nöten. Nur in seltenen Fällen kümmert sich die Gastfamilie überhaupt nicht um Dich, reduziert deine Essensration oder macht strenge Vorschriften. In all diesen Fällen kannst Du sofort den Koordinator deines Austauschprogrammes kontaktieren. Er/Sie wird sofort versuchen eine Lösung zu finden, in schlimmen Fällen bekommst Du einfach eine andere Gastfamilie.

Solltest Du der Meinung sein, das Dich deine Gastfamilie nur als billige Arbeitskraft ausnutzt, kontaktiere umgehend deinen verantwortlichen Betreuer. Es ist normal das jeder Gastschüler im Haushalt mithilft (so wie Du es auch bei deinen Eltern gewohnt sein wirst), dies darf aber keine riesigen Ausmasse annehmen. Deine Hauptaufmerksamkeit muss bei Schule und Hausaufgaben liegen. Schliesslich gehst Du in ein anderes Land um fleissig zu lernen, nicht um rund um die Uhr zu putzen.

Der Artikel mag vielleicht abschreckend klingen, soll er aber nicht. 95% aller Austauschschüler haben nie Probleme mit Ihren Gasteltern, ganz im Gegenteil, die meisten Gasteltern behandeln Austauschschüler wie Ihre eigen und so sollte es Dich nicht wundern wenn Du in zukunft auch von deinen „neuen Geschwistern“ sprichst und noch über Jahre hinweg den Kontakt zu deinen Gasteltern aufrecht erhälst.

Egal mit welchem Austauschprogramm Du ein Schuljahr im Ausland verbringst, Du hast immer eine direkte Ansprechperson, welche Du bei Problemen mit deinen Gasteltern sofort anrufen kannst. In diesem Sinne wünscht Dir www.auslandsjahr.eu ein erfolgreiches Auslandsschuljahr.

Der kostenlosen Schüleraustausch-Katalog: hier zum herunterladen

5 Antworten auf Im Ausland bei Gasteltern

  1. Claudia sagt:

    Ich war in der elften Klaase auch ein halbes Jahr in North Carolina und habe nur positive Erfahrungen mit meiner Gastfamilie gemacht, wie der überwiegende Teil meiner Freundinnen auch. Eine jedoch hatte solche Probleme, dass sie dreimal die Familie wechseln musste… Das war zwar ärgerlich, aber im Endeffekt hat es auch ihr sehr gut gefallen!

  2. Anke sagt:

    hallo,
    ich hab mal einen Frage, ich bin 18 Jahre alt und gerade bei meinen Eltern ausgezogen. Da mein Familie schon einmal ein Mädchen aus Chile aufgenommen haben und wir echt gute Freunde geworden sind würde ich sehr gerne auch jemanden aufnehmen. Das Problem ist nur das Geld. Ich kann es mir nicht leisten eine Austauschschülerin aufzunehmen. Jetzt ist meine Frage bei welcher Austauschorganisation kann ich mich informieren um etwas Unterstützung für die Zeit des Austausches zu bekommen. Demnächst wird eine Amerikanerin für 4 Wochen zu mir kommen. In der Zeit unterstützen mich meine Eltern.
    Über eine antwort würde ich mich sehr freuen =)

    LG Anke

  3. Bea sagt:

    Hallo,
    also ich bin gerade in Australien. Und ganz ehrlich gesagt: Achtzig Prozent der Gastfamilien hier nutzen die Austauschschueler als billige Einnahmequelle. Es gibt kaum eine Familie mit weniger als zwei International Students, und die „Aufwandkosten“, die sie dafür bekommen, stimmen nicht wirklich mit dem überein, was man bekommt. Essen gibt es einmal am Tag, Lunch muss man sich selbst besorgen, Getränke, abgesehen von Abendessen, ebenfalls.
    Ehrliches Fazit: Ich bin enttäuscht und würde mich kein zweites Mal für einen Auslands-Aufenthalt entscheiden.
    Grüsse
    Bea

  4. Redakteur sagt:

    Liebe Bea,
    natürlich kann es auch passieren dass man bei einer Gastfamilie unterkommt bei der man sich nicht wohlfühlt, dass ist aber eher die Ausnahme – man kann auch nicht genau aufrechnen wieviel jetzt eine Gastfamilie an Geld bekommen sollte, schliesslich erklärt sich die Gastfamilie bereit einen für sie völlig fremden jungen Menschen für meist ein Jahr aufzunehmen und in die Familienplanung einzubeziehen. Es gibt viele Austauschschüler die sehr enge Freundschaften mit ihren Gastfamilien geschlossen haben. Wer wirklich sehr unzufrieden ist, braucht sich nur mit der Kontaktperson seiner Organisiation in Verbindung setzen und über die Probleme reden. Im schlimmsten Fall bekommt man eine andere Gastfamilie.

    Schliesslich ist man im Land um das Leben zu geniessen, die Sprache zu lernen und reifer zu werden.

    Viel Spass beim Schüleraustausch

  5. Evelin W. sagt:

    Ich war in diesem Jahr während der Monate März-April-Mai in San Francisco. Ich studierte für den TOEFL-Test an der empfehlenswerten GEOS English Academy. GEOS ist ideal gelegen, direkt bei einer downtown Metro-Haltestelle.
    Den ersten Monat wohnte ich bei einer ‚Hostfamily‘ . Das ist finanziell vorteilhafter als ein B&B oder Zimmermiete mit Selbstversorung, nur eine WG weit außerhalb ist billiger. Die Hostfamilie vermietet die beiden ‚Kinderzimmer‘, aber die Tochter und der Sohn kommen beinahe täglich, wohnen aber nicht im Hause. Das Vermieten für Geld war absolut kein Nachteil. Wir haben viel miteinander geredet und gelacht. Bei Schwierigkeiten hat die Hostmutter immer gerne geholfen.
    DasFrühstück nach unseren Wünschen bereitete die Hostmutter. Der Hostvater ist Chefkoch. Um 6pm sorgte
    er täglich für frisches, leckeres und vielseitiges warmes Abendessen – sogar meine ‚fleischlosen‘ Wünsche wurden erfüllt.
    Mein eigenes Zimmer hielt ich selber in Ordnung und sauber. Nachteil: das mit den Hosteltern geteilte Bad war nur mäßig in Ordnung und sauber. Auch konnte ich mich nur schwer daran gewöhnen, daß sie nach dem Wasserlassen die Toilette nicht durchspülten, um Wasser einzusparen – wegen Umweltschutz!
    Insgesamt war der Aufenthalt in der Hostfamilie angenehm.

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