Studium im Ausland: Die Austauschprogramme der EU

Mit einem Erasmus-, Leonardo da Vinci oder Tempusstipendium ins Ausland

So fördert das Erasmus-Programm die Möglichkeit einen Studentenaustausch zwischen beteiligten europäischen Hochschuleinrichtungen zu absolvieren. In der Regel verfügt jede Universität über verschiedene Partnerunis im Ausland. Das bezuschusste Auslandsstudium gilt für EU-Mitgliedstaaten, EWR-Länder (Island, Liechtenstein und Norwegen) oder so genannte assoziierte Länder (Bulgarien, Rumänien, Türkei). Durch die Partnerschaft zwischen den Universitäten sind die Abläufe meist standardisiert und daher reibungsloser. Es kann jedoch trotzdem vorkommen, man sich einmal an der Zieluni angekommen, verschiedene organisatorische Hürden wie Kurswahl, Versicherungen und Unterkunft noch nehmen muss. In der Regel sollte man am besten die Orte wählen für die bereits seit langem Partnerschaften bestehen und man sich einige Tipps von Kommilitonen, die bereits dort waren, holen kann. Dies vereinfacht das Einleben und vermeidet anfänglichen Stress.

Das Leonardo da Vince Stipendium ist für Praktika im Ausland gedacht. Als Student kann man es beantragen, wenn die eigene Universität daran angeschlossen ist. Ob dies der Fall ist, kann Ihnen das Auslandsamt Ihrer Heimatuniversität sagen. Im Gegensatz zum Erasmus Programm ist hier eine Förderung auch davon abhängig, ob Sie vom aufnehmenden Unternehmen für das Praktikum bezahlt werden und wenn ja, wie hoch das Entgelt ist. Es wird ein Standardsatz herangezogen, dem der Praktikumsverdienst abgezogen wird. Daraus errechnet sich die monatliche Förderung. Je nach Zieldestination ist ein Auslandspraktikumsplatz schwierig zu finden. Man sollte einen solchen Aufenthalt lange im Voraus planen. Bessere Chancen bietet in der Regel das englischsprachige Ausland.

Auch angehenden Lehrern bietet die EU eine Förderung. Durch das Programm Tempus ist ein Aufenthalt in den bereits genannten Zieldestinationen möglich. Es gewährt Gelder für Besuche und die Weiterbildung von Lehrkräften in den ausgewählten Partnerländern. Genau wie bei den anderen Programmen muss die eigene Hochschule im Rahmen eines gemeinsamen europäischen Projektes mit einer Uni aus dem EU-Mitgliedstaat und einem Unternehmen oder einer Hochschule aus einem anderen Mitgliedstaat zusammenarbeiten.

Weitere Informationen finden Sie auf den englischsprachigen Webseiten der EU:

Buchempfehlung:
Handbuch Studium und Praktikum im Ausland

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