Wie man seine Konzentration verbessern kann!

Konzentration lernen

Es gibt sowohl äussere als auch interne Faktoren welche die eigene Konzentration beeinflussen. Desweiteren lässt sich Konzentration erlernen und wir stellen am Ende des Artikels eine sehr effiziente Konzentrationsübung vor, welche aus Japan stammt und eigentlich für Bogenschützenanwärter gedacht ist – sie ist optimal geeignet um die eigene Konzentrationsfähigkeit Stück für Stück zu steigern.

Konzentration: äussere Faktoren

Ruhe

Strassenlärm, Bauarbeiten, Telefongespräche, Gespräche, Musik, Radio und Fernsehen stören die Konzentration und lenken ab. Am idealsten lernt und arbeitet man an einem Ort, der ruhig und still ist, wo sich keine andere Person befindet, welche ständig Fragen stellt, unterbricht, kein Telefon klingelt, keine SMS summt und niemand an der Tür klopft und uns unterbricht.

Ordnung

Der Arbeitsplatz muss aufgeräumt sein, Auf dem Schreibtisch sollte nur das Nötigste liegen. Entfernen Sie Zeitungen, Zeitschriften, Handy, andere Literatur & Bücher, Zettel und ausgedruckte Seiten, unnötige Stifte, Ordner und Rechnungen. Am besten räumt man den ganzen Tisch leer und legt dann nur die drei Sachen rauf die man für die Tätigkeit (lernen,arbeiten) braucht.

Licht

Der Schreibtisch oder Lernplatz muss mit ausreichend Licht und Helligkeit versorgt sein. Die beste Option ist immer Tageslicht, sollte dies aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend zur Verfügung stehen, dann muss für ausreichend Licht mittels Lampen gesorgt werden, wobei jedes flackernde Licht entfernt werden sollte.

Frische Luft

Der Raum in dem man sich aufhält sollte nicht überheizt und nicht zu kalt sein. Desweiteren muss er über aussreichend frische Luft zum Atmen verfügen. Im Sommer kann das Fenster eventuell geöffnet bleiben, im Winter sollte in regelmässigen Abständen gelüftet werden. Ohne ausreichend Sauerstoff kann unser Gehirn, kann unser Körper, nicht die gewünschte Leistung erbringen, die Konzentration lässt folglich nach

Sitzposition

Man sollte sich gerade hinsetzen, beide Füsse normal auf den Fussboden stellen, weder ein Hohlkreuz machen noch wie ein Flitzebogen über dem Stuhl hängen. Eine bequeme und gesunde Haltung, bei der die Schultern entspannt nach unten bleiben ist die optimale Lösung.

Schlaf

Es ist wichtig, gerade in Zeiten in denen uns viel Arbeit und Konzentration abverlangt wird, der Körper genung Erholung und Schlaf bekommt. Nächte durchmachen oder sehr wenig schalfen sind Leistungskiller und vermindern die eigene Konzentration gewaltig. Unser Körper ist keine Maschine und braucht den Schlaf.

 

Konzentration: innere Faktoren

Innere RuheVor Arbeits- oder Lernbeginn ist auf aufputschende Mittelchen, Musik, Alkohol, Akrobatik und Sportliche Betätigung zu verzichten.

Probleme & Belastungen

Während der Lernzeit / Arbeit, müssen andere Probleme und Sorgen ausgeblendet werden, es ist nicht der Zeitpunkt um Lösungen für andere Dinge zu suchen.

Wichtige Aufgaben

Komischer Weise ist es immer gerade dann wenn wir konzentriert arbeiten wollen, dass uns auffällt man müsse genau jetzt und nicht erst später dieses oder jenes machen. Unbedingt jetzt will man eine vertrocknete Blume retten, etwas essen oder trinken – kurz man sucht nach einer Ausrede um sich nicht zu konzentrieren. Hier hilft ein einfaches aber effizientes Mittel. Man legt sich einen Zettel und einen Stift in eine entfernte Ecke des Schreibtischs und sobald man mein etwas gefunden zu haben, was unbedingt jetzt erledigt werden muss, so schreibt man es auf den Zettel und schiebt es wieder zurück in die Ecke. Dann heisst es wieder auf die Arbeit konzentrieren, denn all die ach so wichtigen Sachen kann man hinterher in Ruhe abarbeiten.

Arbeitseinstellung
Auf dem Weg zur Arbeit / zum Lernen, sollte man sich bereits gedanklich auf die Lernsituation einstellen, eine innere Ruhe suchen, nicht viel und nicht laut sprechen und sich nochmal die Argumente vor Augen führen, warum man sich gerade heute auf die Arbeit / das Lernen konzentrieren will und muss, warum es nicht weiter aufgeschoben werden darf.

Lernrythmus
Jeder Student, bzw. jeder Mensch der konzentriert arbeitet, brauch auch Pausen. Keiner ist in der Lage mehr als 30 (maximal 40) Minuten konzentriert zu arbeiten. Danach braucht der Kopf erstmal eine Pause von 5 (maximal 10) Minuten. Alle 2-3 Stunden sollte eine grosse Pause von 30 Minuten eingeplant werden. In der grossen Pause geht man möglichst spazieren (evtl. im Park), bewegt sich und schaltet kurz ab (nein, nicht vor einem Fernseher!!!). Das spazieren an der Frischen Luft bringt uns wie bereits vorher erwähnt, den nötigen Sauerstoff.

Selbstkontrolle

Welche anderen Gedanken lenken mich ab? Notieren und abhaken ! Kann ich den Lernstoff besser einteilen um mich besser zu konzentrieren? Mache ich wirklich das wesentliche? Verhasple ich mich nicht bei Details die garnicht wichtig sind? Ertappe ich mich dabei aus dem Fenster zu schauen?

Lernabschnitte

Man teilt sich den Lernstoff oder die Arbeit in mehrere kleinere überschaubare Teile ein, dann erwarten einen nämlich auch öfter kleine Erfolgserlebnisse (nachdem man einen Teil geschafft hat), das hebt die Motivation und vereinfacht die Konzentration.

Energieschub
Oft kommt es vor, das man sich am Nachmittag ein wenig ausgepowert, das heisst müde und schlapp fühlt. Hier hilft eine Technik der Samurais. Das sogenannte Power Napping. Sie stellen sich einen kleinen Wecker auf 15-20 Minuten und legen ihren Kopf kurz auf den Schreibtisch, dieses kleine Nachmittagsnickerchen macht munter und gibt neue Kraft sowie verbesserte Konzentration. Wichtig ist, das man nicht zu lange schläft, sonst bewirkt die Pause das Gegenteil des gewünschten Effektes.

Konzentrationsübung

Eine der besten aber weniger bekannten Konzentrationsübung wird in Eugen Herigels Buch „Zen in der Kunst des Bogenschiessens“ erklärt. Für die Übung sollte man morgens (eventuell auch abends) 10-15 Minuten einplanen, die Konzentrationssteiguernung nach einigen Wochen ist beachtlich. Unsprünglich war die Übung wichtig für das Erlernen der Konzentration für das Bogenschiessen. Aber die Übung ist auch hilfreich um allgemein die Konzentration zu verbessern.Für die Übung setzt man sich aufrecht aber entspannt auf einen Stuhl, weder Holkreuz noch krummer Rücken, sondern eine normale und entspannte Sitzhaltung ist wichtig. Die Füsse stellt man parallel, normal mit der ganzen Fläche auf den Fussboden. Die Hände liegen jeweils auf den Oberschenkel des gleichen Beines. Nun schliesst man die Augen und versucht sich eine weisse Wand vorzustellen. Sobald andere Gedanken auftauchen und das Bild der weissen Wand verschwinden lassen, beginnt man wieder von vorne. Die Vorstellungsübung wird begleitet von einer bewussten Atmung. Hierbei versucht man nicht in den Brustkorb sondern in den Bauch zu atmen. Wichtig ist es, bis zu Ende zu atmen. Beim Einatmen sollte keine weitere Luft mehr aufnehmbar sein, das Einatmen erfolgt ausserdem relativ zügig. Das Ausatmen hingegen erfolgt langsam und gleichmässig. Man versucht Stück für Stück die Luft durch die Nase wieder aus dem Körper auszuatmen, bis keine mehr drin ist. Dann folgt wieder ein zügiges Einatmen. Die Übung sollte 10-15 Minuten dauern, es ist besser sich einen Wecker zu stellen um nicht über die Uhrzeit nachzudenken.

Die Übung mag am Anfang sehr schwer fallen, aber man merkt täglich die Fortschritte, sich auf die weisse Wand zu konzentrieren. Das Entwickeln dieser Konzentrationsgabe führt hinterher zu einer besseren Konzentration bei allen Aktivitäten. Erich Fromm, welcher diese Übung in seinem Buch „Kunst des Liebens“ zitierte, meint sogar das sich durch diese Konzetrationssteigerung auch die Liebesfähigkeit steigert.

8 Antworten auf Wie man seine Konzentration verbessern kann!

  1. Karlis Leandro Morton- Owuso sagt:

    Mir haben diese Konzentrationsübungen sehr geholfen.
    Anfangs fand ich es sehr schwer aber Tag für Tag hat es dann besser geklappt;)

    Karlis

  2. Anonym sagt:

    also ich finde die Tipps einfach klasse. Zuerst habe ich die Sache probiert, die hier unter den wichtigen Aufgaben zu finden ist. Da das bei mir genauso zutrifft, d.h ich probiere eine Stunde lang mit dem Lernen anzufangen und dann fällt mir noch so viel ein, was ich machen könnte…habe ich mich dazu gezwungen, dass auf zu schreiben…genial. Außerdem finde ich die Konzentrationsübung super interessant und probiere sie seit gestern Abend…mal sehen was daraus wird…

  3. Lydia sagt:

    Die Tipps sind wirklich gut!
    Was ich noch als Ergänzung/Anregung loswerden wollte:

    Rituale helfen enorm! In der Praxis würde es so aussehen, dass man sich wirklich jeden Tag eine bestimmte Zeit nur für das Lernen/Arbeiten freihält! Ähnlich wie ein Termin beim Zahnarzt – nur nicht ganz so unangenehm 😉

    Am Anfang ist es noch ungewohnt, aber nach paar Tagen gewöhnt man sich eben dran!
    Oder man entwickelt ein Ritual, das man immer direkt vor dem Lernen/der Arbeit macht. Z.B. Kenne ich welche die sich symbolisch eine Kerze anzünden, andere kochen sich ein Tee/kafee und setzt sich damit an den Schreibtisch, andere hören ein bestimmtes Lied usw. Das muss jeder für sich herausfinden..

  4. Katja sagt:

    Im moment mach ich mir sehr viele Gedanken und deshalb konzentriere ich mich in der Schule sehr wenig. Auch wenn ich es möchte, es klappt nicht. Ich habe entweder andere Sachen im Kopf oder eine totale Leere. Mich macht das total traurig. Und ich vergess Sachen auch ziemlich schnell momentan. Ich will es aber schnellstmöglichst ändern.. Nur weiß ich nicht ganz genau, wie. Nun ja, ich finde die Übungen mit der Konzentration interessant, und werde sie mal in der nächsten Zeit anwenden. Ich hoffe doch sehr, dass es was bringen wird. *mir nichts anderes Wünsch* 🙂

  5. Manfred sagt:

    Jetzt nette Übung.
    Werde die mal ausprobieren und testen ob sich was ändert an meiner Konzentration.
    Ich muss fürs Billard spielen(Verein) lernen mich besser zu konzentrieren.
    wenns hilft werde ich das hier auch mal reinschreiben.

  6. Anonym sagt:

    Das ist ja genial!!
    Die Übung am Ende, die habe ich für mich selbst gemacht, und das schon seit Monaten!
    🙂 Ich bin tatsächlich selbst draufgekommen 😀
    Als kleine Steigerung der Schweirigkeit kann ich sonst empfehen zu versuchen auch die Wand wegzudenken… Dann wirds wirklich kniffeling!

  7. Friendly sagt:

    Hallo zusammen,
    ich finde die Übung auch super. Was mich interessieren würde, wo seht ihr die Hand? Über eurem Gesicht? Oben Links? Direkt vor dem Gesicht?

  8. Playboy sagt:

    Ich habe alles mögliche bisher versucht was es gibt um mich konzentrieren und still sitzen zu können aber selbst das hat mir nicht geholfen. Sry

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