Warum Latein lernen Zeitverschwendung ist

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Latein lernen

Viele, zu viele werden in der Schule mit einem Fach gequält, das einfach völlig unnötig ist, nie wieder im Leben gebraucht wird, trocken und langweilig ist, sowie unsere Pisa-Studien-Resultate versaut. Die Rede ist von Latein, wir sind der Meinung, Latein Lernen ist für die Katz, schade um die wertvolle Zeit, um die unnötig aufgebrachte Energie. Denn wer Latein kann – kann nichts, jedenfalls nichts was derzeit von Nutzen ist.

Andere Länder haben den Zahn der Zeit erkannt und vermitteln ihren Kindern in der Schule wertvolles Wissen, welches auch hinterher im Berufsleben von Bedeutung ist (ob Englisch in Indien, Technik in China). Und was passiert bei uns? Man verplempert Unterrichtsstunden mit Latein lernen! Oft hört man: „Aber Latein ist eine romanische Sprache und hilft beim Lernen von Spanisch, Italienisch, Französisch etc…“ – Die Sprüche kann man schon nicht mehr hören. Denn es täuscht vor allem über eines hinweg. Das man nämlich in der Zeit die man braucht um Latein zu lernen, problemlos Spanisch UND Italienisch lernen kann. Der Vorteil dieser beiden Sprachen – Sie werden gesprochen !!!

Aber gibt es denn nicht auch trifftige Gründe Latein zu erlernen ? Nein. Es gibt genau einen Platz den Latein einnehmen sollte: Das Abseits ! Es sollte Platz machen für Unterrichtsstunden die wirklich nötig sind. Wir haben nicht wirklich etwas gegen Latein, es gibt Bevölkerungsgruppen (Priester, Päpste, Mönche, Nonnen, Juristen, Historiker sowie die Staatsbürger des Vatikan) für die Latein lernen sehr sinnvoll ist, die Mehrheit der Schüler wird damit aber nur von wichtigerem abgehalten. Denn was sollen Jugendliche mit Latein anfangen? Was ist mit denen, welche die Schule abbrechen müssen, weil sie in Latein scheitern, einem Fach das Sie im wirklichen Leben NIE WIEDER BRAUCHEN werden???

Latein Lernen ist für die meisten Menschen sinnlos, weil:

  • Es nur in der Monarchie des Vatikan Amtssprache ist, dazu auch nur neben Italienisch! 550 Staatsbürger sind nicht gerade ein überzeugendes Argument.
  • 99,9 % aller Schüler werden Latein hinterher in ihrem ganzen Leben genau 0 Mal verwenden !
  • Nur ein Bruchteil der Schüler wird Arzt oder Jurist, warum sollte man die anderen damit quälen ?
  • Latein ist weder Amtssprache in der EU, der UNO noch im Weltraum
  • Latein ist einfach nicht „cool“ sonder „out“ ! Man kann ja nicht mal moderne Wörter und Gegenstände in Latein beschreiben, eine lebensnahe Unterhaltung ist einfach nicht möglich!
  • In der Zeit, die man braucht um Latein zu lernen, kann man genauso gut: Italienisch, Spanisch, Russisch, Französisch, Portugiesisch, Polnisch, Türkisch oder eine andere Sprache mit Zukunft lernen
  • Der pädagogische Nutzen von Latein ist (für 90% der Schüler) = NULL. Lediglich langweilen und quälen kann man Schüler mit Latein. Zeit in der man sie eigentlich motivieren, fördern und bilden sollte!
  • Schon die Umstellung von römischen Ziffern (I, II, III, IV, V) auf arabische Zahlen (1,2,3,4,5) war ein Fortschritt, der Abschied von Latein an unseren Schulen wäre ein weiterer
  • Schule ist nicht da um Schüler zu foltern (Latein) sondern um Menschen die nötige Bildung die sie im Leben / Beruf brauchen werden mit auf den Weg zu geben
  • Der Papst kann deutsch, was kratzt uns Latein !

Fazit zum Latein Lernen: Die Schule sollte keine Zeit auf Lateinunterricht verschwenden sondern Latein vom Stundenplan entgültig streichen! Wer Latein später im Beruf braucht, kann es auch an der Universität lernen, warum sollen alle anderen in der Schule dafür bestraft werden das zwei Arzt und Jurist werden wollen? Darum unser Motto: „Statt Latein lernen lieber eine wichtige Fremdsprache lernen !

98 Antworten auf Warum Latein lernen Zeitverschwendung ist

  1. Pedro sagt:

    Interessant ist, dass es den wenigen Lateinbefürwortern nicht gelungen ist ein einziges Argument des Autors überzeugend zu wiederlegen. Es sind zwar viele sachliche Argumente vorgebracht worden die dem Lernen von Latein einen Sinn vermitteln oder vermitteln sollen, doch auch dieser Sinn ist in der Regel abhängig von unserem gegenwärtigen Bildungssystem oder auch durch andere Fachgebiete vermittelbar. Durch eine grundlegende Reform des Schulsystems und der Hochschulstudiengänge könnte die Notwendigkeit von Latein als Voraussetzung für manche Berufe entfallen. (teilweise schon erfolgt)
    Das Latinum ist heute in Deutschland nicht mehr für ein Studium der Human- und Veterinärmedizin oder der Rechtswissenschaften erforderlich. (siehe: Wikipedia)
    Auf die gleiche Weise kann man auch weitere Studiengänge bei denen Latein noch als Voraussetzung notwendig ist untersuchen und reformieren.
    Warum braucht man wohl in den USA und in den meisten anderen Ländern unserer Erde weder in der Schule noch beim Studium und Beruf die lateinische Sprache?

  2. LateinLover sagt:

    Seid ihr bekloppt???????!!!!!!!!!
    Überall fehlen Kommas… Habt ihr schon mal etwas über Rechtschreibung gehört???!!!
    Vielleicht solltet ihr erstmal Deutsch lernen, und nicht eine andere Fremdsprache!!!
    Fürs Deutschlernen hilft euch 100% Latein. Aber leider kapiert ihr das nicht.
    Latein ist baby-einfach, das kann ratzfatz lernen, wenn man nicht zu dumm ist. Außerdem kann man so viel aus dem Lateinischen ableiten. Man könnte prima in Italien Urlaub machen, ohne Italienenisch zu können!!!!!!!!!!!!!!

  3. Bsaubxuahb sagt:

    Sorry,aber das ist echt nur lächerlich!
    Latein hilft manchen,manchen aber nicht.
    Es kommt auf den Beruf an,denn du lernen willst.

    Sorry,DIESER ARTIKEL IST REINSTE ZEITVERSCHWENDUNG -.-

  4. abcdef sagt:

    Hallo,
    ich für meinen Teil hatte in der Schule von der 7. Klasse bis zur 10. Klasse Latein und habe dort recht wenig gelernt, da ich generell nichts für Sprachen überhabe und das Lernen der Vokabeln war noch nie meine Stärke. In der 11. Klasse habe ich dann Latein abgewählt, da ich mir diese Qual ersparen wollte (riesen Fehlentscheidung, wie sich später herausstellte).
    Nach dem Abitur überlegte ich mir dann, was ich studieren möchte. Meine Wahl fiel auf Lehramt und dann durfte ich feststellen, dass viele Fächer auf Lehramt ein Latinum benötigen (genau genommen ab dem Master, das heißt ab dem 7. Semester).
    Jetzt darf ich an der Universität die komplette Sprache neu lernen (von Anfang an) innerhalb eines Jahres und es ist wirklich die Hölle. Man lernt unendlich viele Vokabeln, jede Woche Seitenweise Grammatik und darf zu allen Überfluss noch genauste Details der römischen Geschichte lernen. Jetzt endet dieser Kurs mit einer monatelangen „Intensivphase“, wo ich in den Semesterferien, wo andre Studenten Geld verdienen können, Urlaub machen und generell den Sommer genießen können, jeden Tag vier Stunden an der Universität Latein habe (meist auch Samstags) und zusätzlich gibts dann noch Hausaufgaben, die ca. 4-5 Stunden in Anspruch nehmen, da sind keine Dinge wie Grammatik zu lernen oder Vokabeln zu lernen mit eingerechnet. Dass meine Hausarbeiten und sonstigen Prüfungen, die in dieser Zeit anstehen, enorm leiden bzw gelitten haben, kommt noch dazu.
    Im Endeffekt darf ich dann in ein Paar Wochen einen staatlichen Text über Cicero übersetzten und trotz meiner bisher guten Ergebnisse reicht ein schlechter Tag (übermäßige Nervosität, einfach ein „schlechter Tag“, der Text kann einem auch einfach garnicht liegen etc) und ich darf diese ganze einjährige Prozedur wieder von vorn anfangen.
    Diese Prüfungen haben dann auch noch eine recht hohe Durchfallquote, da ein Jahr recht wenig Zeit ist, um eine Sprache zu lernen.

    Meiner Meinung ist Latein eine unnötige Qual, ich weiß von vielen Masterstudenten, dass man es wirklich garnicht anwendet bzw allenfalls fertige Übersetzungen nutzt. Ich persönlich wäre für ein generelles Überdenken der Unianforderungen bezüglich des Latinums. Da aber die Altphilologen auch eine nicht unerhebliche Lobby im universitären Bereich haben und auch viele andre Fachdozenten Latein oftmals als sehr wichtig ansehen, weil es einfach dazu gehört (oftmals ohne Angabe von vernünftigen Argumenten), habe ich da wenig Hoffnung, dass diese Sprache wirklich objektiv überdacht wird in ihrem Nutzen für die einzelnen Fachgebiete.

    Ich möchte mit diesem Text nicht gegen Latein hetzten oder für Latein sein, ich möchte nur an Schüler apellieren, sich genau zu überlegen, was man studieren will. Viele Fächer benötigen das Latinum, wo man mit normalen Menschenverstand fast nicht drauf kommen kann, dass man dies dafür gebrauchen kann. Wer das Latinum benötigt später, der sollte es unbedingt in der Schuler erledigen, weil auf der Uni ist es wahnsinnig schwer, dies zu schaffen. Ich habe diese Weitsicht mit Beginn der Oberstufe nicht gehabt (mit 16 hatte ich vieles im Kopf, aber sicher nicht mein Studium, da konnten auch die Mahnungen meiner Eltern nicht helfen) und bereue es nun.

    freundliche Grüße
    ein genervter Latinumsnachholer

    P.S. Rechtschreibung und Grammatik ist nicht optimal, aber ich denke, dass man versteht, was ich will. Ich bin sehr müde heute.

  5. Thomas Lutz sagt:

    Ich bin ganz der Meinung des Artikels: Ich halte Latein für sinnlos. Was mich aber interessieren würde: Müssen eigentlich auch Japaner, Russen, Chinesen, Araber (also alle mit sogar einer anderen Schrift) früher oder später Latein für ein Medizinstudium lernen?

  6. Marcus sagt:

    Die Aussagen, die oben stehen und insbesondere die Aussage, dass Latein zu lernen Zeitverschwendung sei, ist für gebildete Menschen erschütternd. Sie zeugt nicht nur von Bildungsfeindlichkeit und erschreckender Unkenntnis, sondern auch von Geschichtsvergessenheit.
    Diese Seite mit ihren Fehlinformationen macht allerdings klar, wie schwierig es ist, Falschaussagen aus dem Internet fernzuhalten. Die Feedbacks der Leser zeigen, dass das allerdings keine Konsequenzen hat und niemanden beeinflussen kann, da jeder Mensch um die Tragweite des Lateinischen in jeder Hinsicht weiß.

  7. Mihalis sagt:

    @Alrik:
    1. Wir brauchen selbstverständlich weder mehr Techniker, noch Ökonomen.
    1.1 Unsere Ökonomen sind leider, dem Lehrplan verschuldet, in der Mehrzahl total vermurkste Blindfische
    2. Natürlich macht Latein keine besseren Menschen
    3. (nicht mehr nur an Alrik) Es geht gar nicht darum, ob Schüler nun Latein lernen odernicht. Es geht darum, WIE Schule ÜBERHAUPT gestaltet wird. Dass dieses Gefängnis unseren Menschen so gut wie NUR schadet und unnötig menschliche Kraft sinnlos raubt, steht außer Frage.
    Lernen funktioniert über Interresse und natürlich nicht über Klausuren und über „Lehren“. Bildung kann nicht vermittelt werden, Bildung kann man nur selber empfangen, aus Interesse „erforschen“. Die Rolle eines Lehrers ähnelt der eines „Begleiters“ für den Schüler.

  8. Yasmine sagt:

    „Denn es täuscht vor allem über eines hinweg. DasS man nämlich in der Zeit , (!!) die man braucht , (!!) um Latein zu lernen, problemlos Spanisch UND Italienisch lernen kann.

    Ist der Text von einem Kind geschrieben worden ?
    Weiter habe ich nicht gelesen ..

    Ich werde nie im Leben Spanisch, Italienisch oder Französisch brauchen .. Und selbst Leute, die es in der Schule gelernt haben, können mit dem, was sie gelernt haben, höchstens nach dem Weg fragen.

    Ich meine. Klar. Man braucht heutzutage nicht mehr unbedingt Latein im Alltag. Es ist jedoch ganz praktisch. Egal, ob man Medizin studiert oder nur in OnlineSpielen Zeit verbringt. Man hat durch Latein teilweise große Vorteile und einige lustige Momente.
    Ich habe mein Latinum – und für mich war Latein immer ein Fach, in dem ich Nachhilfe nehmen musste etc. Doch ich empfehle jedem, Latein zu wählen.

    – 99,9 % aller Schüler werden Latein hinterher in ihrem ganzen Leben genau 0 Mal verwenden !

    In all meinen Kursen wird ständig gesagt: „Das kann man aus dem lateinischen Wort XY ableiten.“ … 😉

    – Nur ein Bruchteil der Schüler wird Arzt oder Jurist, warum sollte man die anderen damit quälen ?

    Das Studium der Rechtswissenschaften (Jura) ist mittlerweile doch beinahe überlaufen?

    – Latein ist einfach nicht “cool” sonder “out” ! Man kann ja nicht mal moderne Wörter und Gegenstände in Latein beschreiben, eine lebensnahe Unterhaltung ist einfach nicht möglich!

    Ich finde Latein teilweise ziemlich cool. Gerade in der Oberstufe haben wir eine Menge lateinischer Witze gelesen und übersetzt, die heutzutage noch anwendbar sind.

    – Schon die Umstellung von römischen Ziffern (I, II, III, IV, V) auf arabische Zahlen (1,2,3,4,5) war ein Fortschritt, der Abschied von Latein an unseren Schulen wäre ein weiterer

    Wer sagt denn das? Nur weil etwas jetzt gut ist, heißt das doch nicht, dass etwas vorher nicht auch gut war? Nur weil Du arabische Zahlen gelernt hast und daher leichter findest, heißt es doch nicht, dass es auch leichter ist, für Leute, die römische Ziffern gelernt haben..

    – Der Papst kann deutsch, was kratzt uns Latein !

    Der JETZIGE Papst kann deutsch…
    Gut… Heißt aber noch lange nicht, dass das jeder kann.. Und das heißt noch lange nicht, dass jeder jetzt deutsch lernen muss. Weil.. Hey ! Der Papst kann deutsch, was kratzt uns Italienisch?

    „Denn was sollen Jugendliche mit Latein anfangen?“
    Richtig !
    Oder mit Physik.
    Oder Matrizen.
    Oder Kurvendiskussion.
    Lesen und Schreiben – mehr braucht die Jugend nicht! …

    „Was ist mit denen, welche die Schule abbrechen müssen, weil sie in Latein scheitern, einem Fach das Sie im wirklichen Leben NIE WIEDER BRAUCHEN werden???“
    Ich unterstelle einfach mal, dass dies ein Beispiel ist, dass im wirklichen Leben NIE vorkommt.
    Angenommen Jemand steht in Latein 6 ..
    Dann sollte er doch soviel Eigeninitiative besitzen, sich Nachhilfe zu holen, um auf eine 5- zu kommen und sich dann anstrengen, um in Deutsch die 2 zu erhalten. Schon wäre das Problem gelöst.
    Im Übrigen lautet der Satz im vernünftigen Deutsch:

    Was ist mit denen, welche die Schule abbrechen müssen, weil sie in Latein scheitern, einem Fach ,(!!) dasS s(!!)ie im wirklichen Leben NIE WIEDER BRAUCHEN werden???

    Ich nehme mal an, dass der Autor dieses Textes in der Schule Latein hatte, dann in der siebten Klasse abbrechen musste und nun freier Journalist auf diversen Internetseiten ist. Leider hat er seit der siebten Klasse keinen Kontakt mehr zu irgendwelchen Deutschlehrern gehabt; geschweige denn zu Personen, die ein klein wenig Deutsch können.

    Die Seite hier verliert an Seriosität.

    (Im Übrigen ist ein beliebter Fehler, Seriosität mit ö zu schreiben.. Kann man sich aber ganz leicht merken, denn „Das Substantiv Seriosität leitet sich nicht direkt von „seriös“ ab, sondern von lat. seriositas.“)

  9. King sagt:

    Ich nehme an dass irgendein neunmalkluger Junge der „cool“ auf andere wirken will diesen Artikel geschrieben hat. Falls man mich fragen sollte würde ich sagen dass eher dieser Artikel eine reine Zeitverschwendung ist da jeder selbst entscheiden solle was für ihn gut sei und man sich nicht von anderen Unwissenden in diesem Thema beraten lassen solle. Ich jedenfalls habe die lateinische Sprache gewählt weil ich es schön finde wenn so alte Sprachen noch erhalten bleiben. Für die Leute die Latein gewählt haben kann ich nur „Pech!“ sagen, da sie ja selber Schuld sind und jetzt damit zurecht kommen müssen.

  10. hugo sagt:

    Latein ist eine sehr eine interesante Sprache.
    Ich habe selber Latein!

  11. Avantgardist sagt:

    Die Forderung Latein aus dem Bildungssystem zu verbannen ist nur ein weiteres Zeugnis der allgemeinen Volksverblödung. Da heutzutage die Vorraussetzungen zum bestehen des Abiturs sehr gering sind, können sich nun anscheinend auch Leute dazu äußern, die vor 20 Jahren noch mit einem durchschnittlichen Realschulabschluss zufrieden gewesen wären.
    Fakt ist, dass das Abitur weiterhin die Qualifikation zum Besuch einer Hochschule darstellt. Auch Hochschulzugangsberechtigung genannt. Vielleicht klingelt da was.
    Und weiterhin Fakt ist, dass Latein in Wissenschaft und Forschung unabdingbar ist. Und zwar in jedem ernsthaft betriebenen Fachbereich. Der Zugang mag auch ohne möglich sein, aber wer wirklich auf hohem Niveau arbeiten will kommt an guten Lateinkentnissen nicht vorbei.
    Gleiches gilt für viele Berufe. Alle Bereiche der Medizin verlangen Latein. Fakt ist, wer sich Akademiker nennt, der muss Latein sprechen oder ist nur ein weiterer Möchtegern, der die Hochschulen verstopft hat.
    Außerdem, und das ist das lächerlichste daran, kann doch an jeder vernünftigen Schule gewählt werden, welche Sprache man lernen möchte. In dem Alter sollte man entscheiden können, ob man Latein nochmal braucht oder nicht. Wer das nicht konnte ist selbst Schuld.
    Wegen der eigenen Frustration über seine Fehlentscheidung und Unwissenheit braucht man so etwas nicht fordern.

  12. Soeren Schmidt sagt:

    Erstaunlich…. Ein Artikel eines Autors der es nicht mal für nötig befinden hat, seinen Namen zu nennen. Und der dann italienisch an Schulen lieber sehen würde als Latein??? Also mal ehrlich… wer braucht schon in seinem späteren Leben Italienisch oder Spanisch? Mal ganz abgesehen von sämtlichen Pflegeberufen, Medizinern, Tiermedizinern, Apothekern, Juristen und und und… ok es ist keine gesprochene Sprache. Die meisten Schüler in Deutschland werden aber … und damit verrate ich keine Geheimnisse… später in Deutschland bleiben. warum also überhaupt zeit für eine Fremdsprache verschwenden? Dem entgegen können immer weniger fehlerfrei einen Deutschen Satz sprechen, geschweige denn schreiben. Die meisten überfordert der Dreisatz und das mit dem Periodensystem keine moderne Verhütungsmaßnahme gemeint ist weiß leider auch nicht jeder. Geschichte endet für viele auch bei den Simsons … also warum nicht generell Sprachen aus den Schulen verbannen, Schüler nicht länger mit Fremdsprachen quälen und sie sich mit etwas interessantem beschäftigen lassen was sie in ihrem späteren Leben mal weiterbringt? … Nein ich halte latein für wichtig und sinvoll. Nicht weil ich als unschuldiges Kind mit FRANZÖSISCH unsäglcih gequält wurde. Eine jahrelange Zeitverschwendung mit der ich nichts, aber auch wirklich garnichts hab anfangen können, ausser das Wissen erlangt zu haben, meinem Kind dringend davon abzuraten dies jemals zu erlernen…. Nein sondern weil ich es wichtig finde, sein Hirn zu trainieren und dazu kann auch eine logische Sprache gehören. Ich finde es ganz gut das die nciht mehr gesprochen wird. So kann man sicher gehen, dass sie nicht die nächsten zwei Jahre eine neue Rechtschreibreform erhält.

  13. Matthias sagt:

    Ein sehr guter Artikel. Bis auf einen Punkt gefällt er mir.

    „Nur ein Bruchteil der Schüler wird Arzt oder Jurist, warum sollte man die anderen damit quälen ?“

    Seit wann brauchen Ärzte denn Lateinkenntnisse? Okay, sie brauchten mal welche. Früher. Da gab es eine Latinumspflicht fürs Medizinstudium. Da mussten wirklich einige „De bello gallico“ lesen, um Medizin studieren zu dürfen – am Anfang des Studiums auch noch.

    Ein Musterbeispiel dafür, wie krank es in unserem Bildungssystem zugeht. Alle – auch Lateiner – sehen ihr eigenes Fach immer als Heiligtum an, das anderen aufgezwungen werden muss, egal, ob die Betroffenen das Fach überhaupt gebrauchen können oder nicht. Rücksicht wird dabei keine genommen, wenn es um eigene Eitelkeiten dieser Art geht.

    Ich selbst bin Diplom-Biologe, ich hatte also im Studium prinzipiell dasselbe „Problem“, dass Medizinstudenten haben: nämlich dass einige Fachbegriffe aus dem Lateinischen kommen. Und genau das ist kein Problem. Die lernt man einfach, das muss man eh, und selbst studierte Lateiner (!) können meiner Erfahrung nach solche Fachbegriffe oft nicht zielsicher übersetzen, in der Bedeutung, die sie in der Biologie heute haben. Auf die Übersetzung alleine kann man sich in der Wortbedeutung dabei eh nicht verlassen.

    Viele Fachbegriffe kommen auch aus dem Altgriechischen. Und die sind genauso wenig ein Problem zum Lernen. Als Schüler hatte ich Latein, habe auch das Latinum geschafft, und zwar mit der in dem Fach üblichen vier. Griechisch hatte ich nie. Dennoch kann ich in der Biologie meist noch nicht mal unterscheiden, ob der Fachbegriff aus dem Lateinischen oder Altgriechischem kommt. (Wird kaum eine Biologe oder Arzt können!) Wozu auch? Es geht in der Biologie überhaupt nicht darum! In der Medizin auch nicht. Wenn bei denen einer gerade auf dem OP-Tisch oder im Notarztwagen liegt, geht es echt nicht mehr um die Herkunft von Fachbegriffen!

    Ich sprach mal mit einem Arzt darüber. Der war von der älteren Generation – die konnten noch richtig Latein. Er hatte auf einem altsprachlichen Gymnasium das Latinum und Graecum erwoben. Sein Urteil: Man braucht beides nicht fürs Medizinstudium. Und wenn überhaupt was davon im Medizinstudium hilft, dann Altgriechisch, meinte er.

    Häufig wird von Lateinern /Altphillologen angeführt, auch heute noch sei ein Lateinkurs im Medizinstudium Pflicht. Das stimmt zwar, allerdings ist dieser vom Schwierigkeitsgrad im Gegensatz zum Latinum ziemlich einfach (Ich kenne Leute, die ihn gemacht haben.), und wird nicht deshalb verlangt, weil es notwendig ist, sondern aus Tradition.

    Denn im Biologiestudium gibt es sowas nicht, obwohl dort sprachlich gesehen dasselbe „Problem“ vorliegt, das keines ist.

    Mann muss dazu sagen: Einiges auf der Uni wird nicht verlangt, weil es sein muss, sondern aus Tradition/Ideologie heraus. Deshalb müssen ja auch Tiermediziner einen Pflanzenbestimmungskurs (!) belegen, ganz im Gegensatz zum Humanmediziner, der beweist, dass man auch ohne die Kenntnisse typischer Pflanzenfamilien ganz gut Säugetiere behandeln kann.

    Ich denke, in manchem Fach wird das Latinum nur aus Tradition verlangt, so wie lange Zeit in Medizin.

    Ich denke auch, dass eine gute schulische Vorbereitung auf ein biowissenschaftliches Studium wie z.B. Biologie oder Medizin eher darin besteht, dass man Latein weglässt und sich auf die Fächer konzentriert, die man wirklich für den Bereich braucht.

    Ich spreche wie gesagt aus Erfahrung. Wie gesagt: Ich habe das Latinum, ich habe ein vollständiges und abgeschlossenes Biologie-Diplomstudium hinter mir, und ich kann mit guten Gewissen sagen: Latein hilft in dem Bereich wirklich ÜBERHAUPT NICHT.

    Ob es Juristen hilft, weiß ich nicht – ich kenne aber welche, die nie Latein hatten.

    Gerade Latein gehört zu den zu sehr statusorientieren Formen der Bildung. Da geht es um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht. Es geht darum, den „Habitus“ eines gebildeten Menschen zu haben, ein Patrizier und kein Plebejer zu sein. Also darum, ab und zu mal einen lateinischen Spruch abzulassen, um damit gebildeter zu wirken. Am besten einen Spruch wie „Quod licet jovi, non licet bovi!“ – der vornehme Lateiner sieht sich dabei natürlich nicht als Rindvieh!

    Das ist aber keine Bildung, sondern Mist.

    Ich glaube auch nicht, dass jemand durch Lateinunterricht dem Humanismus näher kommt, wie Lateiner so gern behaupten. Denn fast keiner der betroffenen Schüler erreicht in dem Fach ein solches Können, dass er dadurch wirklich dem Humanismus näher kommt. Außerdem darf man im Zusammenhang mit Lateinunterricht auch nicht die Frustrations-Aggressions-Hypothese vergessen, nach der man sich durch sowas eher vom Humanismus entfernen wird!

    In Sachen Humanismus stellt sich überhaupt folgende Frage: Wenn Altphillologen und Lateiner den Humanismus so gut finden, warum setzen sie sich dann nicht dafür ein, dass die Masse der Gymnasiasten kein Latein mehr belegt, dass Latinumspflichten auf der Uni auf die Fächer beschränkt wird, in denen es wirklich nicht ohne geht (z.B. Theologie) und dass die Möglichkeiten für die wenigen Studenten, die dann noch Latein können müssen, das Latinum auf der Uni nachzuholen, deutlich verbessert werden in Sachen Bafög und Zeitbudget?

    Die Vernunft scheitert vor allem an einem: Die Menschen verteidigen ihr Fach gegen alles, jeden und das Wohl der Allgemeinheit. Lateiner sind dabei keine Ausnahme.

    Gerade im Bildungsbereich muss sich noch viel ändern!

  14. puella quae lingua latina amat sagt:

    Salve!
    initio: lingua latina a me amata.
    16 annis sum. Latine scio ex quinque annis. Meam linguam latinam non optime est. haec lingua mihi etiam dificultates affet. Sed bene accidit ego non tantopere maestus (ut te) sum Et nescio ex quid causa aliquid linguae lantinae malum dicere posset. (per exemplum: Linguam latinam ad linguam germanicam subveniat tibi. Veni ad grammaticam et significatioem tui.)
    ignosce errores)

    Ich habe seit der 5. Klasse Latein in der Schule. Und ich liebe es.
    Es hat mir ehrlich gesagt sehr viel gebracht. Ich habe viele Bekannte, die Latein können (auch fließend sprechen können – ich „verschwende“ meine eigene Zeit übrigens gerade dahingehend dies selbst zu lernen 😉 ) Einige von ihnen mögen diese Sprache nicht. Ob nun wegen schlechten Erfahrungen, deprimierenden Unterricht, schlechten Lehrern oder weshalb auch immer. Ab und zu lassen sie mir gegenüber (ähnlich wie du) auch Schimpftiraden gegen diese Sprache hören aber meist ist das nur eine kurze Zeit des Ärgers. Denn, ich sage mal 70% von ihnen wissen ganz genau was Latein ihnen bringt. Evtl. liegt das daran, dass einer meiner früheren Lehrer das häufig mit uns diskutiert hat. Oder es liegt einfach am gesunden Menschenverstand. Evtl hast du schon einmal vom Sprachbaum gehört. Der Abstammungslinie aller Sprachen. Weißt du, wie viele Sprachen mit dem lateinischen Verwand sind? Auch über das Spanische und Italienische hinaus? Seit ich intensiv Latein lerne verstehe ich tatsächlich manchmal den Sinn der Gespräche einer Freundin, wenn diese auf Rumänisch mit ihrer Mutter redet. Ich kann meiner Schwester folgen wenn sie Griechisch redet (was evtl. aber auch an meinen Altgriechisch Kenntnissen liegt) und habe ein einhalb Jahre im Spanisch Unterricht gesessen ohne auch nur einmal Nachmittags mein Buch aufzuschlagen. (Ich habe das Schuljahr mit einer guten 2 Abgeschlossen). Im Mathe-, Geographie-, Religions-, Ethik-, Philosophie-, Biologieunterricht und auch in allen anderen Fächern konnte ich meine Lateinkenntnisse einsetzen. Vielleicht weißt du das ja nicht aber die meisten unserer Fachbegriffe stammen von Latein oder Altgriechisch ab. Das heißt im Klartext: kein Pauken von Biofachbegriffen mehr (wie zB. in der Genetik) Wenn ich Vorträge höre, oder schwierige Bücher lese kann ich mir Fremdwörter ohne Probleme aus dem Lateinischen Ableiten. Und wenn man auch nur den kleinen Zeh in die Philosophie tunkt braucht man Latein. (kannst zB. mal nach dem Begriff „Präsens“ suchen. Ich wette mit dir, dass du überrascht bist, wenn du die wahre Bedeutung erfährst und philosophischen Aspekte, die darauf fußen.) Weißt du auf welcher Sprache unsere Grammatik fußt? unsere Rechtschreibung? unsere Ausdrucksweise? Die rhetorischen Mittel die Goethe und Shakespeare benutzen? Tatsächlich – wer hätte es gedacht – auf dem Lateinischen. Weißt du wer Trier aufgebaut hat? Den Limes errichtet? Das erste Kochbuch geschrieben? Die Gesetze eingeführt hat? Die Römer! ich denke es ist nicht zu viel verlangt, wenn man etwas über seine eigene Kultur und Geschichte erfährt und mal ganz ehrlich: die Pisa-Studien versaut? Ist das dein Ernst? Und wenn du das nächste mal einen Artikel schreibst…… bitte gib dir mehr Mühe. Ist ein klein wenig Kindergarten was du hier veranstaltest.

    Vale
    puella quae lingua latina amat

  15. teufelkommraus sagt:

    Der Beweis …warum Latein wichtiger ist …

    Was ist Latein? Ist Latein nur eine Sprache? Nein.
    Latein ist eine Grundsäule des logischen Denkens. Die Wissenschaft besteht aus Latein. Mathematik , Englisch , Deutsch, Astronomie, 2500 Jahre Geschichte…ect…alles Latein.
    Alles stammt aus dem Lateinischen. Was ist Bildung? Bildung ist Wissen. Wissen findet man in der Geschichte der Menschheit und in was ist sie geschrieben worden? Latein!
    Ist Alles übersetzt worden… Nein… ist es korrekt übersetzt worden nein. Will man es verstehen brauch man Latein.
    Systematisches Denken wird bei Latein gelernt….ich würde eher Mathematik mit Latein vergleichen als Englisch und Latein. Latein ist keine Sprache, Latein ist verstehen können.
    Frage alle Professoren auf der Welt! Latein ist ein Muss für jeden gebildeten Menschen!
    Das Wichtigste ist zu erkennen, dass überall Latein drin steckt.
    Beispiel: Englische Wörter sind in vielen Büchern. Lateinische Begriffe sind in fast allen Büchern wiederzufinden.

    Wissenschaft = Latein

    LG Teufelkommraus

  16. Dr. Wolfgang Bartl sagt:

    Unsere Kultur basiert auf unserer Griechisch-Römischen Antike. Was wir sind resultiert daraus! Latein ist eine Bildung fürs Leben! Sicher muss man nicht gebildet sein um leben zu können und es gibt genügend Kontinente ohne unserer abendländischen Kultur- aber in reiferen Jahren hat noch jeder, der nicht zumindest Kurzlatein in der Schule hatte dies als „Bildungslücke“ gefühlt. Ich hatte im Gymnasium Langlatein aber kein Altgriechisch. Ich beschäftige mich seit 10 Jahren mit Altgriechisch und kann es mittlerweile lesen wie Englisch oder Latein. Es macht mir zum Ausgleich meines Berufes sehr viel Spaß, hat meinen Horizont gewaltig erweitert ( ca. 7000 griechische Wörter sind in der deutsche Alltagssprache vorhanden) und über Griechisch habe ich erst das Deutsche Sprachsystem zu verstehen begonnen. Schon im Gymnasium zu denken : Wofür brauche ich das oder mit welchem Wissen kann ich mehr Geld verdienen, ist sicher die falsche Einstellung um erfolgreich zu werden! Man muss schon ein sehr faules Gemüt haben um nicht in der Jugend jegliches Wissen „auf zu saugen“, das einem geboten wird!

  17. Leon sagt:

    Die Behauptung als Jurist brauche man Latein ist schlichtweg falsch und entlarvt die Mangelnde Sachkenntnis der Autoren. Die Kenntnisse, die mir mein großes Latinum gebracht haben, benötigte ich im Jurastudium nicht. Die paar Sprüche, lassen wir es 10 sein, kann man auch so lernen. Fürs Medizinstudium gilt Ähnliches: Hat irgendjemand im Lateinunterricht in der Schule die Bezeichnung der Knochen und Muskeln gelernt? Also! Was soll die Behauptung, man quäle Kinder mit Latein?! Meine Kinder lieben Latein und sind begeistert von dieser Sprache.

    Im übrigen kann ich Avantgardist nur zustimmen: Die Volksverblödung grassiert, Bildung hat selten etwas mit dem zu tun, was man im späteren Leben wirklich braucht. Sollen alle Chinesisch lernen, unsere Wurzeln aufgeben? Darf nichts mehr einen Selbstzweck haben? Soll alles nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt werden? Armes Land der Dichter und Denker!!!

  18. ssamerica sagt:

    Dieser Artikel zeugt von der totalen Bildungsresistenz seiner Autoren! Latein hilft nicht nur sehr beim Erlernen vieler gesprochener Sprachen, es strukturiert auch den Geist. Der Artikel beleuchtet die Lateinische Sprache nicht nur aus einer einzigen Perspektive (die des faulen Schülers, der „keinen Bock“ hat, zu lernen), sondern er hetzt auch gegen alle, die Latein können und lieben! Mal eine Gegenfrage: Braucht man Musik als Schulfach?Oder Kunst?Oder Sport?

  19. Johanna sagt:

    Für Nicht-Lateinlerner sind die Vorteile von Latein oft nicht so offensichtlich, weil man erst durch das Lateinlernen selbst merkt, wie gut es für das strukturierte Denken ist.

    Ein kleiner Vorteil, wenn man Latein lernt, ist, dass man Vokabeln lernt, die man in anderen Sprachen brauchen kann (ich bin gerade in Neuseeland und wenn ich die Vokabeln im Fachunterricht (vor allem Biologie) nicht kenne, kann ich sie oftmals vom Lateinischen ableiten). Aber das ist meiner Meinung nach gar nicht der Hauptvorteil. Das Wichtigste, das man lernt, ist es, logisch zu denken. Ich habe vor ca. einem halben Jahr mein Latinum gemacht und ich muss zugeben, ich habe seitdem schon viele Wörter wieder vergessen, aber was ich nicht vergessen habe, ist die Denkweise. Die Sprachstrukur ist wirklich vielen anderen Sprachen sehr ähnlich, zum Beispiel lerne ich jetzt Russisch, und obwohl es aus einer anderen Sprachfamilie ist, bin ich froh, davor Latein gelernt zu haben.

    Das Argument, dass man Schüler mit Latein nicht quälen sollte, verstehe ich erst gar nicht. Latein ist doch ein Wahlfach! Ich konnte mir aussuchen, ob ich in der 6. Klasse mit Latein oder Französisch anfangen will, und ich habe mich bewusst für Latein entschieden. Es kann natürlich auch sein, dass man sich einfach nicht sicher war, welche Sprache man lernen soll, aber wenn man sich entschieden hat, hat man sich entschieden und dann sollte man das auch durchziehen. Bei mir an der Schule konnte man Latein dann nach der 9. Klasse abwählen, und das hat aus meiner Klasse (28 Schüler) genau eine gemacht (und ich, weil ich nach Neuseeland gegangen bin, aber ich habe das Latinum davor noch gemacht).
    Das einzige, das ich schade finde, ist, dass ich die ganzen gelernten Vokabeln wieder vergesse, aber ich lerne jetzt Spanisch, das ist sehr nah am Lateinischen.

    Zu sagen, dass der Papst ja Deutsch kann und wir deshalb nicht Latein lernen müssen, klingt für mich ziemlich arrogant.

    Meiner Meinung nach sollte man sich zu dem Thema nur äußern, wenn man auch wirklich Ahnung davon hat!

  20. Techneton sagt:

    Interessant finde ich, wie sehr sich in dieser Diskussion die Argumentierenden pro und contra Latein in ihrer grammattischen Sicherheit unterscheiden. Wenn Latein-Gegner davon reden, dass sie kein „Latium“ hätten, und Groß- und Kleinschreibung sowieso Regeln des Satzbaus auf’s Übelste misshandeln, kann ich nur hoffen, dass es sich um eine Art grotesken Scherz handelt, ansonsten steht es um die Bildung wohl noch übler, als ich mir in pessimistischsten Vorstellung hätte träumen lassen.

    Latein sei nicht relevant für unsere Berufsaussichten? Dass ich nicht lache. Was meinst du denn, was mit den Bewerbungen überall in Deutschland passiert, in denen sich die Rechtschreibfehler häufen? Die gehen direkt in den Papierkorb, da kannst du jeden Personalrat befragen. Eloquenz im Vorstellungsgespräch? Hilfe, ist das ansteckend? Mitnichten, das ist sogar einer der zentralen Mechanismen zur Selektierung der besten Bewerber. Wer nicht jeden Satz mit „digga“ beendet und unter Umständen sogar indirekte Rede im Konjunktiv wiedergeben kann, ist klar im Vorteil. Die Liste ginge noch weiter, aber mal nur so viel zu dem ganzen Arbeitsmarkt-Unfug, der hier zuweilen herumfliegt, digga.

    Latein sei eine üble Quälerei? Das hängt von Deinem Lehrenden ab. Wer daran gelitten hat, dem wurde zwar Unrecht getan, aber dann möge er oder sie das bitte nicht am unschuldigen Fach ablassen.

    Der schon konstatierte Trend der deutschen Schulen, musische Fächer (Für nicht-Lateiner: Musik/Kunst/Darstellen/Philologie) zugunsten der Naturwissenschaften zu marginalisieren ist bedrohlich! Mir ist ja egal, ob Du Bach oder Bushido bevorzugst, aber beschäftige Dich damit! Höre Musik, lese ein Buch. Willst du wirklich von Schulzeit an zu einer teilnahmslosen, geld-orientierten Maschine degradiert werden? Schulen mit guter musischer Ausbildung sind unsere letzte Hoffnung, den Menschen zu zeigen, dass zwischen Stress und dem hohlen Vergnügen des Geldes noch Sachen existieren, die einen Menschen wirklich mit Glück erfüllen können.
    Wenn ich hier höre, dass eifrige Schüler TROTZ Musikunterricht kein Instrument gelernt haben, kann ich nur sagen: Das tut mir Leid, aber das ist nicht die Aufgabe des Musikunterrichts. Er ist eine gute Basis, ja, aber ein Instrument lernen dauert sehr viel mehr Zeit als Musik in der Schule zugestanden wird, da muss man sich, auf gut deutsch, einfach auf den Arsch setzen. Glück haben diejenigen, deren Eltern ihnen Instrumentalunterricht finanzieren können und sie in ihrem Schaffen unterstützen, aber der Garant für ein gutes Gelingen ist am Ende immer die Motivation und Freude, die man aus sich selber schöpfen kann.
    Ebenso Latein. Es mag manche hier überraschen, aber lateinische Texte zu lesen kann SPAß machen! Spannende Inhalte haben die meisten sowieso (ja, ich weiß, de bello gallico ist blöd…), und man kann eine eigene Freude finden in der Gewandtheit, mit der lateinische Autoren in ihrer Sprache durch Stilmittel, Versmaß und vieles mehr operieren. Genau wie in der Informatik, ich hörte unlängst von einem Vollblut-Programmierer „good programming code is like good poetry“.

    Die Fähigkeiten, die „moderne“ Informatiker und „altbackene“ Lateiner brauchen und kultivieren, ist nämlich die selbe: logisches Denkvermögen. Die Fähigkeit, einen klaren Gedanken zu fassen und strukturiert vorzugehen, braucht man überall und immer. Und dafür ist Latein ein hervorragendes Medium! Also warum es nicht einfach lernen und ganz nebenbei sein Sprachvermögen aufpolieren und die Geschichten erleben, auf denen unsere europäische Kultur fußt?

  21. Whatev sagt:

    Ja. Nutzlos isses schon, ne.
    Fangen wir an, alles zu streichen, was so nicht zu 100% in der Wirtschaft genutzt wird:
    Kunst
    Musik
    Geschichte
    Religion
    Alle Fremdsprachen außer Englisch

    Reduzieren wir noch folgende Fächer, weil man sie in der Wirtschaft nicht in vollem Maß braucht:
    MINT-Fächer (es studieren ja nicht alle später ein MINT Fach, warum müssen es dann alle lernen?!)
    Mathe kann alles weg außer natürliche Zahlen, der Rest ist ja eh ein Gedankenkonstrukt (ich hab noch nie einen 2/3 Baum gesehen oder Pi Schafe gezählt)
    Sport (für de Alltag reicht ja das morgendlich zum Bus rennen)

    Weißte was? Reduzieren wir das Schulsystem auf die Grundschule!

    Das sind jetzt deine, lieber Autor, Argumente- nur überspitzt formuliert.
    Nur weil du offensichtlich mit Latein nicht klargekommen bist und den Nutzen nicht siehst, ist es nicht nutzlos. Wovon rede ich? Ich formuliere mal eine noch gewagtere Aussage:
    >>>>Fächer müssen gar keinen Nutzen haben!<<<<<
    Wir haben keine Gesellschaft von Wirtschaftssklaven, sondern eine HUMANISTISCHE!
    Die PRÄMISSE – "alles, was in der Wirtschaft oder im späteren Leben nicht 1 : 1 gebraucht wird, sollte nicht unterrichtet werden" ist schlichtweg UNSINNIG. Deshalb muss man die "Argumente" aus dem Text ja gar nicht erst wiederlegen, die folgen aus einer falschen Prämisse und sind auch falsch. Falls sie wahr wäre, wäre der erste Teil meines Kommentars wohl der beste Schulplan der Welt- Grundschule, dann eine länger gewordene Berufsausbildung.

    Kannst es glauben oder nicht: Wenn man sich darauf einlässt, ist Latein ein sehr schönes Fach. Und eine wunderschöne Sprache. Mindestens so schön wie Musik oder Kunst- was ja auch niemand aus dem Bildungsplan streichen würde.

    Noch verrückter: Wenn man ein bisschen was davon mitnimmt, ist Latein ein sehr nützliches Fach. Ich kenne Germanistikstudenten, die massenhaft falsche Kommata setzen. Von allen anderen Menschen mal ganz zu schweigen. Einem halbwegs fitten Lateinschüler passiert das nicht- weil er etwas von Grammatik versteht- auch von deutscher. Und blöderweise tatsächlich von jeder indogermansichen und romanischen Sprache. So bescheuert das für den Autor klingen mag, es ist halt so. Und wenn richtiges Deutsch nicht erstrebenswert oder nützlich ist, dann weiß ich auch nich. Reden wir alle halt später mal "Ich geh jetzt Bahnhof".

    Wenn man nicht die ganze Unterrichtszeit verschläft, dann vermittelt Latein übrigens auch etwas in unserem Bildungsplan immer wichtiger werdendes: Kompetenzen. Und zwar Analysekompetenz. Und Logik. in jeder, wirklich jeder Lebenssituation absolut nützlich. Absolut brauchbar. Krass, oder?

    Es kommt aber noch härter: Wir haben eine florierende Universitätlandschaft, in der unheimlich viel geforscht wird. Forschung bringt neue Begriffe mit sich. Diese neuen Begriffe sind meist aus dem Lateinischen/Griechischen entlehnt und werden international verstanden. Weil sie nicht in Konflikt mit bereits bekannten deutschen Wörtern geraten. Weil man nicht deutsche Wörter für bestimmte Kontexte umdefinieren muss. Deshalb ist Latein, und wird es immer sein, die Sprache unserer Fremdwörter (man kann auch sagen termini, aber das wäre vielleicht taktlos).

    Wenn ich nun dies noch sage, werden manche ungläubig den Kopf schütteln, aber: alte Sprachen sind aktuell. Ja, aktuell! Die Nikomachische Ethik gilt bis heute als Grundlage unserer Moralvorstellungen. Is zwar griechisch, aber das wäre für den Autor ja noch schlimmerer Unfug. Wenn römische Zahlen schon ein Drama mit 4 Akten sind, will ich von griechischen Buchstaben mal gar nicht anfangen.

    Noch zwei Bemerkungen, die ich mich zu verkneifen wirklich bemüht habe, aber es nicht schaffe:
    Erstens. Es heißt allgemeinbildenendes Gymnasium. Und ein bisschen Latein- Kultur, Philosophie und Sprache- schadet der Allgemeinbildung wirklich nicht.
    Zweitens. Wähl halt Französisch.
    Sorry, aber der musste schon kommen 😉
    In der Hoffnung, dass das einfache Gemüt solch differenzierte Auseinandersetzungen vertragen kann.
    Pro caput lectoris habent sua fata verba…

  22. scheiss latein sagt:

    ganz ehrlich Latein ist echt so ein SCHEIß Fach,
    wir machen nur kacke im Unterricht und unsre Lehrerin hat keine Ahnung was sie labert:
    unser KA Durchschnitt war 5,3(!!)
    theoretisch sind wir alle versetzungsgefärdet
    ich würde lieber spanisch lernen aber ne die ham ja keine Lehrer aber für Latein reichts oder was

  23. Martin sagt:

    Ich finde es sinnlos, wenn sich Leute über Latein beschweren, weil sie schlechte Noten haben.
    Das hat wenig mit dem Fach Latein zu tun, sondern eher mit der Arbeitseinstellung mancher Schüler. Am Anfang noch ziemlich leicht, erlauben sich viele schon nach ein paar Monaten die ersten Lücken bei den Vokabeln und Grammatik.
    Zudem hat man als Schüler normalerweise die Wahl Latein oder eine andere Sprache zu lernen.

  24. denkenhilft sagt:

    Es ist wahrscheinlich recht selten, dass Menschen, die gut mit einer Sache klar gekommen sind, diese dann abschaffen wollen. Den Nutzen einer Fähigkeit oder Sache kann man nur erkennen, wenn man sie beherrscht! Bei Latein kommen die meisten Schüler eher nicht gut klar. Das jedoch liegt nicht an dem Fach Latein, dessen Bedeutung für alle, die sich dem Bildungsbürgertum zurechnen möchten, unbestritten sein dürfte, sondern eher an der Tatsache, dass zunehmende weniger Menschen in der Lage und willens sind, sich einfach mal auf Arbeit einzulassen, die nicht unmittelbar zu Geld, Erfolg und Freizeitwert zu machen ist. Wir Eltern sind diejenigen, die den Kindern vorleben müssen, das Bildung ein hohes Gut ist, ein wertvolles Privileg ist, deren Bedeutung sich nicht daran misst, ob man im Ausland eine Currywurst in der entsprechenden Landessprache bestellen kann.

    Wir leben jedoch in einer Welt der Konsum-Junkies, in der das neueste Handy wichtiger für Ansehen und Status ist, als die Fähigkeit einen Satz fehlerfrei zu Papier bringen zu können. Allgemeine Bildung, ohne in ihr unmittelbar und kurzfristig einen Vorteil zu erkennen, hat in dieser Gesellschaft scheinbar leider kein Wert mehr, der auch nur ansatzweise geschätzt wird, geschweige denn an dem man mit ganzer Kraft arbeitet. Was würden Familien in Entwicklungsländern wohl von dieser Situation halten? Es ist sehr traurig, wie unbeirrbar und manipulativ daran gearbeitet wird, dass sich niemand dafür schämen muss, in unserer privilegierten Gesellschaft der Volksverdummung Vorschub zu leisten.

  25. Kalle sagt:

    ohne großartig die Pro-Lateinkeule zu schwingen. Wenn man mit solch einer Diskussion anfängt, muss man auch folgende Frage stellen:

    „Wozu eigentlich Mathe?“

    Spätestens nach der Prozentrechnung brauch man für sein Leben kein Mathe mehr (und die findet sich in der 6. Klasse). Die Schulmathematik ist in der Uni nach 4 Wochen beendet. Somit kann man auch an der Uni „Mathe lernen“.

    Zudem muss man die Fragen auf weitere Fächer ausbreiten:

    „Wozu Chemie, Sport, Biologie, Physik, Kunst, Musik etc.“
    Fazit wäre, dass wir doch am besten zu Hause bleiben, da man mindestens 90% der in der Schule vermittelten Inhalt im späteren Leben nicht mehr braucht. Selbiges gilt auch für Studiengänge. Man erwirbt in beiden Fällen (mit dem Abitur und später dem Master / Diplom etc.) einfach einen „Zettel“ der einen dazu berechtigt, Sachen anzugehen, die den Leuten ohne verwährt bleiben.

    Latein macht euch nicht bzw. hat euch auch nicht dümmer gemacht. Genau so wenig wie Chemie, Physik, Mathe etc.

    Noch ein paar Worte zum Artikel: Latein ist keine romanische Sprache, sondern der Ursprung dieser. Wer diese Sprache als System einmal versteht, kann sich in jede westliche Sprache ohne große Probleme einarbeiten. Zudem haben auch ca. 50% der englischen Wörter ihren Ursprung im Lateinischen.
    Der Artikel oben ist natürlich sehr eindimensional geschrieben und zeugt von persönlicher Frustration.

  26. Dana sagt:

    ich denke, dass Latein sehr nützlich sein kann, aber nur wenn man mit Interesse dabei ist und es wirklich erlernen möchte, so wie bei anderen Dingen eben auch. Ich hatte in der Schule Französischunterricht, mein Mann auch. Er hat zwei Studienabschlüsse und ist meiner Meinung nach sehr gebildet auch ohne Latein. Meine Tochter hat sich für Latein entschieden, weil sie es so wollte. Es war ihre Entscheidung. Ich denke, dass Latein als Schulfach erhalten bleiben sollte, ob es allerdings für bestimmte Studiengänge Vorraussetzung sein muss, weiß ich nicht…bin mir nicht sicher aber ich denke, es würde auch ohne gehen.
    Die Welt ist nicht immer nur schwarz oder weiss.
    Sorry,
    für eventuelle Rechtschreib- und Grammatikfehler 🙂 und liebe Grüße

  27. simone sagt:

    Latein ist zu Recht ausgestorben!
    Ich habe solch einen Hass auf die Bildungsminister in unsefrem Lande!!!!!!!!
    Vor allen Dingen auf Frau Löhrmann NRW. Die ist sowas von Ignorant und unfähig, ihren Beruf verantwortungsvoll auszuüben. Ihre Politik ist inhuman! Sie kommt gar nicht auf die Idee, dass xig tausende von G8ler unter dem Schulsystem leiden!

    Ich verachte und **** Frau Löhrmann auf das Tiefste. Pfui ! Sie sollten sich schämen!!!!

  28. LATEINGOTT sagt:

    SO!

    Wer sich der gänzlichen huamanitären Bildung entziehen will, sollte lieber sterben als andere davon abzubringen sich damit auseinanderzusetzen. Erbärmlich dieser Artikel. Erbärmlich die Bildung des Autors. Erbärmlich das Aufbegehren der Tierischen, die nicht nach dem Verstande, sondern nach dem Bauch leben. (sallust)

  29. Ich will zu france sagt:

    Ich bin in der 6 ten und Weine etwas……..du hast völlig recht was latein betrifft ich hab auch latein ……. Doch ich will zu französisch weil latein…das brauchs ich nicht und ich Weine weil ich so blöd war und scheiss latein genommen hab ….kann ich jetzt noch zum Lehrer gehen und fragen ob es möglich wahre das ich französisch lernen könnte ??

  30. Gaihiosa sagt:

    Latein ist absolut unbrauchbar zum Erlernen anderer Sprachen. Wenn man eine lebendige Sprache lernen möchte, dann lernt man diese direkt und nicht mit diesem Umweg. Alle romanischen Sprachen sind näher miteinander verwandt als irgendeine davon mit Latein. Französische und italienische Grammatik sind in vielen Aspekten fast identisch. Latein ist hingegen sehr anders aufgebaut mit seinen vielen Fällen.

    Wer jetzt behauptet, mit Latein könnte man deutsche Grammatik besser verstehen, der hat sich wieder geirrt. Latein ist italisch, Deutsch ist germanisch. Natürlich sind Wörter mit lateinischer Herkunft vorhanden, aber es sind nur Wörter. Wörter kann man aus jeder Sprache entlehnen. Spanisch wird in der Grundstruktur auch nicht arabischer, nur weil Wörter arabischer Herkunft zurückgeblieben sind. Diesen Herkunftswortschatz muss man nicht aus dem Lateinischen nehmen. Man kann mit Französisch besser Italienisch lernen als mit Latein und hat dabei zwei nützliche Sprache gelernt, die sich gegenseitig helfen.

    Man schaut sich ja auch keine Anleitungen an, die man nie benutzen wird. Mit Englisch erfüllt Latein die Anforderung des Gymnasiums, zwei Fremdsprachen zu können. Da werden sich die meisten nicht mit einer weiteren quälen.

    Ich verstehe das Verteidigen der Sprache nicht. Es gibt keine lateinische Nation, niemand soll sich beleidigt fühlen. (Der Vatikan ist kein Nationalstaat). Wäre die Sprache lebendig, wäre es ja etwas anderes.

  31. Hannah sagt:

    Warum man Latein nicht mehr lernen sollte ist mir noch immer unklar. Diese Argumente scheinen für mich alle hinfällig zu sein… Ich hatte 6 Jahre Latein in der Schule, die mir a) Spaß gemacht haben, b) sehr mit meinem Deutsch, Italienisch und Spanisch geholfen haben die ich DABEI gelernt habe (ich habe Englisch als Muttersprache gelernt) und c) mir sehr für mein Medizinstudium helfen werden.
    Warum sollte irgendjemand uns vorschreiben welche Fächer wir lernen DÜRFEN? Ich hab sogar Alt-Griechisch gelernt, weil es mir einfach Spaß macht mit Alten Sprachen meinen Wortschatz und mein Sprachverständnis zu verbessern, und mit Alt-Griechisch kann man zugegebenermaßen wirklich nicht viel anfangen. Latein direkt abzuschaffen nur weil es augenscheinlich keinen „Wert“ für den Verfasser des Artikels hat, scheint leicht übertrieben. Der Autor ist wahrscheinlich am AcI oder dem Unterschied zwischen Gerundium und Gerundivum gescheitert
    Es ist unhöflich und sehr übergriffig vorzuschreiben, welche Fächer in der Schule unterrichtet werden dürfen, nur weil sie nur für bestimmte Zielgruppen (bestimmt mehr als 0,01% nebenbei bemerkt) später nützlich sein werden: Was bringt mir Kunst oder Musik in meinem späteren Leben wenn ich in die Natur-, Sprach- oder Gesellschaftswissenschaften gehen will? Ich glaube nicht, dass mir die Jahreszahlen von Bachs Leben in irgendeiner Form weiterhelfen werden, dann doch lieber auf Grund meiner Lateinkenntnisse Italienische und Spanische Wörter verstehen, obwohl ich die Vokabeln nie gelernt habe…. Aber diese Argumentation bringt uns nicht weiter, schließlich ist unser Schulsystem einfach voll mit unterschiedlichsten Sachen, die uns vermutlich nicht weiterbringen werden, außer eine stabile Allgemeinbildung, was man damit macht sei doch jedem selbst überlassen.
    Dieser Artikel scheint mir schlecht belegt und sehr frustriert… Wieso solche Hetz-Artikel schreiben, wenn sie sowieso nichts ändern werden? Ich stehe natürlich für Meinungsfreiheit und habe kein Problem mit der Äußerung der persönlichen Wertvorstellungen aber das scheint mir doch ein bisschen traurig, zumal mir der Zweck dieses Artikels fern bleibt. Das Schulsystem reformieren? Mehr Schüler zu Sprachreisen motivieren, weil man für Latein so wenig finden kann?

  32. Bluthochzeit sagt:

    Ich lerne jetzt seit 5 Jahren Latein und finde diesen Text unmöglich.
    Latein ist schön und wer sich darauf einlässt, bleibt auch nicht sitzen.
    Wer wie der Autor mit einer so negativen Einstellung an diese Sprache herangeht, hat gleich verloren.
    Wer Französisch lernt, quält sich mit dem Subjunktiv und anderer Grammatik, die er verstehen muss und auch anwenden können muss. Latein erfordert keine Anwendung.
    Latein lernen bedeutet sich auch logisch mit der Sprache unf ihrem Aufbau zu beschäftigen. Es gibt Sätze, die man wie ein Puzzle Stück für Stück übersetzen muss und Sätze, die man schon beim Lesen versteht.
    Beim Lernen von Latein lernt man auch einen geschickteren Umgang mit der deutschen Sprache. Wer sich mit dem PPP auseindandersetzt, versucht sich öfter auch damit, Partizipien in Aufsätzen, etc. zu verwenden.
    Latein bringt so viele Vorteile mit sich. Außerdem lerne ich auch seit 3 Jahren Spanisch und mir persönlich habe viel mehr Spaß bei der Übersetzung von Cicero-Texten, als bei der hunderttausendsten Erörterung über Immigration.

  33. Mercedes sagt:

    Ich empfinde diesen Text als völligen Schwachsinn und sage ehrlich hier allen Beteiligten:Ich liebe Latein und meinen Unterricht in der Schule und will mir nicht Latein verbieten lassen.Mir hilft Latein in all meinen Fremdsprachen(Grichisch ,Französisch, Englisch).
    Im Moment muss ich zusehen wie mir Grichisch gestrichen wird(im.Lehrplan) ig werde nicht auch noch zu sehen wie mir Latein gestrichen wird.
    Wer Latein nicht wählen will findet auch immer einen weg um das Wählien herum !

    Mit freundlichen Grüßen Mercedes !

  34. Lateiner sagt:

    Wer in der Schule nicht mal mit Latein klarkommt (pure Faulheit), braucht erst gar nicht mit anspruchsvollen Sprachen, wie Russisch oder Chinesisch, beginnen. Wahrscheinlich wollen die meisten Lateinhasser gar keine Sprache lernen, sondern nur vor der Playstation zocken.
    Latein hat mir mehr gebracht als etwa Französisch: Es ist einfach ein Teil der europäischen Kultur und Geschichte, und taucht in vielen Fremdwörtern sowie modernen Fremdsprachen auf. Aber wer den ganzen Tag vorm Computer zockt, bekommst sowas ohnehin nicht mit.

  35. Gebildeter sagt:

    Dummheit erkennt sich nicht selbst!
    Ich kann Latein (und daher auch Spanisch/Italienisch/Französisch, sogar Russisch und Japanisch etc. pp.) aber im Vergleich zu Euch Ungebildeten und Bildungsversagern bin ich eben ein Gott!
    :-))))))))))

  36. lollo sagt:

    Ich lebe in Italien, lerne dort auch Latein, habe mir jedoch bisher alle Fremdwörter mithilfe der italienischen Sprache übersetzt. Auch beim Französischlernen waren mir bisher eher Italienisch und Englisch nützlich. Außerdem wird einem ein Lateinlehrer in JEDER Schulstunde ein Argument bringen, dass Latein keine tote Sprache ist. Seltsam, oder? Ich konnte bisher mit jedem in Englisch komunizieren. Wenn jemand ernsthaft glaubt, Latein sei keine tote Sprache ist vergleichbar mit einem, der sagt, ein 95 jähriger der vorm abkratzen ist, wird noch locker 200 Jahre alt. Meine Meinung. Tschüss.

  37. Deine Mudda sagt:

    Man merkt, dass du keine Ahnung von der Sprache, Unterricht oder sonst was hast. Im Unterricht geht es nicht nur um die Sprache die vermittelt werden soll, sonder auch die Geschichte, Philosophie und Grammatik, die nicht nur im Latein Anwendung findet, sonder auch auf andere Sprachen übertragen werden kann, da das Nachdenken über Grammatik und Sprache nicht nur dir helfen würde sonder auch vielen anderen die keine Ahnung davon haben.
    Als ich mir deinen Text durchgelesen habe wusste ich direkt, dass du wahrscheinlich ein 13 jähriger Schüler bist, der gerade eine schlechte Lateinarbeit zurückbekommen hat ,weil er zu dumm und zu faul ist Latein zu lernen. Allein deine Argumente sind lächerlich und die Zeit deines Lebens, die du verschwendet hast diesen scheiß Text zu schreiben hättest du mal lieber Latein gelernt du Spacko. Den durch Latein lernst du die Geschichte einer der schlausten Völker kennen, würdest endlich mal was von Grammatik verstehen und ich könnte außerdem wetten, dass 95 % aller Schüler, die Latein gelernt haben, in ihrer Zeit nach der Schule die Sprache und das Wissen aus dem Unterricht nutzen konnten und wenn es nur dazu gedient hat irgendein Fremdwort herzuleiten.
    Keine Grüße gehen raus an den 13 jährigem *****, der den Text geschrieben hat.
    P.S. Du bist ein adoptierter *********.
    Deine ****

  38. Jonas sagt:

    Was ich nur traurig finde, ist das Latein nur auswendig lernen ist und man es nie wieder benötigt! Vor allem gibt eines ganz tolle Sprache namens Englisch und diese wird in weiten Teilen der Erde gesprochen wird, weshalb sie auch Weltsprache genannt wird. Außerdem ist der Mensch, zumindest in vielen Fällen, intelligent genug um sich auch ohne Worte verständigen zu können!
    Grüße an alle dummen die noch nicht verstanden haben, das Latein eine tote Sprache ist!
    Jonas

  39. DerTypAusmInternet sagt:

    Ich weiß ja nicht, ob das nur auf meiner Schuel so ist, aber es wird keiner zum Lateinunterricht gezwungen,man kann ja auch Französisch lernen. Für mich persönlich ist Latein auch nichts schlimmes, ich komme mit 10 min. Lernen vor Tests und 25 min. Lernen vor Arbeiten zurecht und bin trotzdem 1er Schüler in Latein. Außerxem sollte man Latein gar nicht erst wählen, wenn eh nicht dazu bereit wäre, Vokabeln und Grammatik zu lernen. Diese Leute schieben dann die schuld auf die Sprache, anstatt zu erkennen, dass sie selbst einfach nur zu faul sind den Ars*h hochzukriegen und Vokabeln zu lernen.

  40. Raffa sagt:

    Die lateinische Sprache hat mein Leben bereichert:

    Bestimmt werden sich in meinen Text einige Rechtschreibfehler finden. Aber mein Deutsch hat sich durch Latein deutlich verbessert. Meine Textgestaltung für Romane und Drehbücher die ich schreibe, haben an qualität zugenommen.

    Den Einblick durch Latein, in eine vergangene Welt, die rund 2000 Jahre zurück liegt, ist greifbarer: Wie die Menschen damals lebten und dachten.

    Als ich durch Rom ging, konnte ich die alten lateinischen Inschriften lesen. Ich war irgendwie Teil der Geschichte und habe Rom dadurch anders erlebt. Zudem der Respekt und das Staunen der Menschen, die erfuhren das ich Latein lese und spreche.

    Am Theater komponierte ich Musik. Gesungen hat ein Chor meine lateinischen Werke. Und das verschafft immer eine mystische Atmosphäre. Zudem ist Latein vorteilhaft für Juristen, für Theologen, für Mathematiker, Physiker, Biologen, Mediziner und alle anderen Verwandten Berufe.

    Selbst wenn all das, diese Bereicherung für Kunst ind Wissenschaft nicht interessieren sollte, so sei angemerkt, dass das Sprachsystem hinter Latein den Geist erweitert.

    Die Agumente des Artikels könnte man auf alles andere abwälzen:

    Warum sollten Kinder ihre Zeit mit Fußballspielen ihre Zeit verschlafen? Braucht man je Fußball im Beruf?
    Warum Kinder mit Mathe quälen? Gibt doch Taschenrechner und PCs die alles übernehmen.
    Wieso Kindern kochen beinringen, wenn es doch Fertigprodukte gibt?
    Usw.

    Latein offenbart viel mehr. Soviele Fremdwörter gibt es in der deutschen Sprache, die wir gar nicht richtig übersetzen können und nicht wissen was sie heißen, da sie aus dem lateinischeb stammen.

    Nun gut. Jeder wird sein Für und Wider darin finden. Aber es einfach abzuschaffen wie der Artikel dad verlangt, ist genauso eine Diktatur wie wenn man Latein an jeder Schule verpflichten würde. Wie wäre es denn damit, dass jeder selbst wählt ob er Latein lernen will oder nicht.

    Latein schadet nicht. Es bildet an Stellen wo niemand mehr hinsieht.

  41. GTurboRoots sagt:

    LateinLover sagt:

    8. Juli 2013 um 16:34

    „Seid ihr bekloppt???????!!!!!!!!!
    Überall fehlen Kommas… Habt ihr schon mal etwas über Rechtschreibung gehört???!!!
    Vielleicht solltet ihr erstmal Deutsch lernen, und nicht eine andere Fremdsprache!!!
    Fürs Deutschlernen hilft euch 100% Latein. Aber leider kapiert ihr das nicht.
    Latein ist baby-einfach, das kann ratzfatz lernen, wenn man nicht zu dumm ist. Außerdem kann man so viel aus dem Lateinischen ableiten. Man könnte prima in Italien Urlaub machen, ohne Italienenisch zu können!!!!!!!!!!!!!!“

    1. Sagte der, der vor einem „und“ ein Komma setzt. Da sieht man was Latein mit den Schülern macht.
    2. Solange das Fehlersystem beim Übersetzen in Kraft ist, könnte die Lehrkraft z.B. eine Schulaufgabe mit folgendem Fehlerschritt erstellen: 1F = Note 1; 2F = Note 2; 3F = Note 3; usw… Die Arbeit hat 60 – 70 Wörter. Geschätzt 95% der Schüler hätten eine 6 und dem Rest kann man sowieso nicht mehr helfen. Dies alles, völlig legal.
    3. Uns wird in der Schule ja nichteinmal beigebracht Latein zu Sprechen, da ja nur vom lateinischen ins Deutsche übersetzt wird. Natürlich völlig legitim, es ist nicht gewollt, dass die Sprache im späteren Leben von Nutzem ist.

    Der wahre Grund warum Latein noch an deutschen Schulen unterrichtet wird, ist wie immer das Geld. Falls ein Lateinschüler das liest: wieviele von deinen Mitschülern nehmen Nachhilfe in Latein, egal ob privat oder an staatlichen Instituten? Es ist eine Mafia und wir können sie nur stoppen wenn wir uns gemeinsam weigern weiterhin Lateinunterricht zu nehmen. Tut was dagegen.

  42. Pfeiffer Gottfried sagt:

    „Quidquid agis prudenter agas et respice finem“ im Hexameter lesen können, gramatikalisch gemäß Subjekt – Prädikat -Objekt immer noch im Schlaf differenzieren zu können und -zuvorderst – im Geist, in dem man es vermittelt bekam, wie mit jeder Fingerkuppe und immer noch ohne jeden Phantomschmerz begreifen zu können, wird mich mit meinen Eltern, meiner Schule und mit meinen Lehrer im gratias ago ad infinitum verbinden. Der mir sprachvorbildliche fromme Wunsch entstammt m. W. einem unserer Klöster(?) des siebten(?) Jahrhunderts.

  43. Becci sagt:

    Ich bin nur durch Zufall auf diese Website gestoßen und muss jetzt einfach mal loswerden, dass es echt traurig ist, was für einen Schwachsinn man teilweise so lesen muss. Was sinnvoll ist und was nicht, ist grundsätzlich erstmal vollkommen subjektiv! Es ist absoluter Schwachsinn, zu sagen, irgendeine Fremdsprache sei wichtiger als eine andere. Wichtig ist letztendlich, wovon ein Mensch für sich selbst profitiert! Ich hatte selbst Latein in der Schule, damals hätte ich auch Französisch wählen können, aber mit dieser Sprache kann ich bis heute nicht viel anfangen, daher wäre es für mich eher eine Qual gewesen, Französisch lernen zu müssen. Für mich kann ich sagen, dass ich die Entscheidung, Latein gewählt zu haben, auch heute, fast 10 Jahre später, nicht bereue, denn ich habe enorm davon profitiert. Mit der lateinischen Grundlage versteht man beispielsweise die deutsche Grammatik wesentlich leichter. Zudem leiten sich logischer Weise enorm viele Wörter vom lateinischen ab. Germanistik zu studieren, ist mir wesentlich leichter gefallen als manch anderen, die in der Schule kein Latein mehr gelernt haben. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass Latein auch kulturell gesehen eine enorme Bedeutung hat.

  44. Betamax sagt:

    Latein lernen ist sicher keine Zeitverschwendung !
    Weil ich von der Realschule auf die gymnasiale Oberstufe wechselte, mußte ich in der 11.Klasse eine weitere Fremdsprache wählen. Zur Auswahl standen FRZ, SPAN, LATEIN.

    FRZ hatte ich schon in der Mittelstufe abgewählt, weil ich sonst nie in die 9.Klasse versetzt worden wäre. SPAN fand ich auch schrecklich, mir wurde schnell klar, weshalb die Spanier so schnell sprechen, weil sie mit recht vielen Worten relativ wenig sagen. Sprich die Übersetzungen vom Deutschen sind fast immer weniger länger. Die Aussprache fand ich auch schwierig, also habe ich Latein gewählt.
    Schon von Anfang an wurde mir da eine 5 vorhergesagt, es war am Ende eine gute 2, weil mir bei Sprachen die Aussprache schwer fiel, sowie unlogische Grammatik.
    Bei Latein fällt die Aussprache ja weg, außerdem ist die Grammatik sehr logisch aufgebaut. Außerdem hat mich das römische Reich immer interessiert.
    Was hat LATEIN mir jetzt gebracht ? Eine bessere Merkfähigkeit, aber da hätte ich auch irgendetwas anderes auswendig lernen können.
    In erster Linie einen besseren Zugang zu romanischen Sprachen, so kann ich bei diversen südeurop. Texten meist ungefähr grob den Sinn erfassen, nur mit FRZ oder SPAN wäre dies sicher nicht so einfach möglich. Auch bei US Juristentexten kann man grob verstehen worum es geht, wenn einem auch die Feinheiten fehlen.
    Jedenfalls hat man so einen Ansatz weiterzulernen, während man völlig ohne Grundlagen da doch vor einem Berg steht, den man kaum zu überwinden glaubt.
    Auch half Latein mir Mängel bei der deutschen Grammatik zu verbessern, interessierte mich auch für Gallier, Kelten, usw.
    Im letzten Schuljahr haben wir dann auch vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt, was wirklich knifflig ist. Anhand von Comics mit den Katzenjammer Kids und Popeye.

    Vieles in der Schule ist Zeitverschwendung, aber Latein sicher nicht.

  45. LateinIstWichtig sagt:

    Ich hab nur die verschiedenen Argumente gelesen, die der Autor angibt, und habe sofort bemerkt, dass dieser anscheinend kaum über seine Punkte nachgedacht hat. Es mag ja stimmen, dass man statt Latein Spanisch lernen könnte, man könnte aber genauso gut Musik mit Latein ersetzen. Zudem muss erwähnt werden, dass die römische Geschichte erst so etwas wie EU und Europa ermöglichte, allein deswegen sollten sich vor allem Heranwachsende mit dieser antiken, wertvollen Kultur auseinandersetzen. Ich stimme zwar zu, dass man als Müllmann nicht wissen MUSS, wer Cicero war, dennoch ist es ein Teil der humanistischen Allgemeinbildung und sollte deshalb, wenn man sich selber als „schlau“ deklariert, auch gekonnt sein. Fremdwörter wie „Fan“, wo viele denken werden, dass es aus dem Englischen kommt, kommen aus dem Lateinischen (fanaticus). Abschließend möchte ich noch an all diejenige, die in der Schule vermutlich nicht die besten waren (wie der Autor dieses Textes und etwaige Kommentatoren), sagen, dass sie solche Behauptungen wie „Latein ist nutzlos“ unterbinden, indem sie sich genauer mit den rhetorischen Anweisungen des Ciceros auseinanderzusetzen, damit sie nicht noch einmal so kläglich scheitern.

  46. Stefanie sagt:

    Warum ihr glaubt, Latein im Alltag nicht zu brauchen? Ganz einfach- weil es ein BASISfach ist: genauso wie Mathematik für die Naturwissenschaften ist Latein für die Sprachwissenschaft. Solch ein BASISfach nutzt man nun selbstverständlich nicht bewusst an jedem Tag des Jahres, sondern das Wissen steht uns im Hintergrund zur Verfügung (vorausgesetzt man hat es einmal verstanden und nicht die ganze Zeit über den Lateinunterricht verschlafen 😉 ).
    Erst durch Latein lernt man den Aufbau unserer romanischen Sprachen kennen. Aus welchen Modulen ist unser Satz aufgebaut? Wie entsteht eine Unterscheidung der verschiedenen Persona? Und so weiter und so fort. Keiner meiner Latein-Lehramt-Kommilitonen würde jemals den Genitiv und Dativ verwechseln; Nicht nur im Lateinischen nicht, sondern auch im Deutschen. Jetzt sagen ganz schlaue Leute wieder: Lernt man das nicht im Deutschunterricht? Die Antwort ist: Nein. Man kann solch ein theoretisches Modell nicht an der Muttersprache lernen, welche einem in Fleisch und Blut übergegangen ist. Dafür ist eine Distanz nötig, etwas Fremdes. Und eben diese gibt es weder im Deutschunterricht, noch in anderen modernen Fremdsprachen, welche von Anfang an versuchen diese Fremdheit zu ihrer Sprache aufzubrechen und sofort in die alltägliche Nutzbarkeit einzusteigen.

    Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Gründe, aber mir ist die Zeit zu kostbar, um sie hier an engstirnige Personen zu verschwenden. Mein Staatsexamensprüfungsthema in Allgemeiner Pädagogik lautet: „Warum heute noch Latein?“ Daher habe ich mich eingehender mit diesem Thema beschäftigt. Gerade suche ich das Internet noch nach sinnvollen „Gegenargumenten“ ab, die mir in meiner Prüfung begegnen könnten. Aber ganz ehrlich- hier findet sich kein einziges vernünftiges Argument… da ist nur ein gefrusteter Exschüler, der zu faul oder zu blöd für Latein war.
    Wer sich dennoch dafür interessiert und WIRKLICH wissen will, weshalb auch heute noch Latein ein sehr gut begründetes Schulfach ist, dem empfehle ich die Reclam- Lektüre von „Warum Latein? Zehn gute Gründe“.

  47. Johanna sagt:

    Ich bin jetzt in der 12ten Klasse eines Gymnasiums und ich hatte damals die Wahl, ob ich Latein wählen möchte oder nicht. Ich denke, dass es nie verkehrt sein kann etwas dazu zu lernen, egal ob man es zwingend für den späteren Beruf braucht oder nicht. Wenn man nicht die Möglichkeit hat zu entscheiden, ob man diese Sprache lernen möchte und schlicht dazu gezwungen wird, dann kann ich gut nachvollziehen wie nervig es für diese Personen sein muss. Ich würde es nicht befürworten Latein komplett vom Lehrplan zu streichen, man sollte es einfach als eine Art Kurs anbieten und nicht als Pflichtfach. Schließlich möchte ich mich noch zum Titel dieses Artikels äußern: „Warum Latein lernen Zeitverschwendung ist“, da ich glaube, dass er so formuliert einfach zu krass ausgedrückt ist. Das Wort „lernen“ kann ich einfach nicht mit dem Wort „Zeitverschwendung“ vereinen, tut mir Leid. Mir ist auch bewusst, dass dieser Artikel schon ein wenig veraltet ich, aber das hält mich trotzdem nicht davon ab, meinen Kommentar dazu kund zu tun. 🙂

  48. Michael sagt:

    Wer begrenzt in seinen Fähigkeiten oder seiner Disziplin ist, wird weder das eine erfahren noch das andere wertschätzen bzw. erweitern können. Ein solcher wird auch nie um den Zusammhang wissen, was er selbst ist und welcher Platz in der Welt ihm zugeschrieben sein soll. Latein ist nicht auf unsere Gesellschaft angewiesen, aber unsere Moral zum Wohle aller auf Latein, seine Geschichte und Wirkung. Entzieht man sich dieser Chance zur besseren Lebensführung, ist man im Sinne der Beliebigkeit der Dinge für sich und andere gänzlich verloren. Was man nicht als Wert begreift und aufnimmt, kann man auch nicht darstellen und für sich beanspruchen. Was könnte Latein folglich ersetzen, die verbal kommunizierenden und die Zeit nicht überdauernden Sprachen ihrem vordergründigen praktischen Nutzen entsprechend, um persönliche Bedürnisse zu befriedigen?

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