Latein lernen
Viele, zu viele werden in der Schule mit einem Fach gequält, das einfach völlig unnötig ist, nie wieder im Leben gebraucht wird, trocken und langweilig ist, sowie unsere Pisa-Studien-Resultate versaut. Die Rede ist von Latein, wir sind der Meinung, Latein Lernen ist für die Katz, schade um die wertvolle Zeit, um die unnötig aufgebrachte Energie. Denn wer Latein kann – kann nichts, jedenfalls nichts was derzeit von Nutzen ist.
Andere Länder haben den Zahn der Zeit erkannt und vermitteln ihren Kindern in der Schule wertvolles Wissen, welches auch hinterher im Berufsleben von Bedeutung ist (ob Englisch in Indien, Technik in China). Und was passiert bei uns? Man verplempert Unterrichtsstunden mit Latein lernen! Oft hört man: “Aber Latein ist eine romanische Sprache und hilft beim Lernen von Spanisch, Italienisch, Französisch etc…” – Die Sprüche kann man schon nicht mehr hören. Denn es täuscht vor allem über eines hinweg. Das man nämlich in der Zeit die man braucht um Latein zu lernen, problemlos Spanisch UND Italienisch lernen kann. Der Vorteil dieser beiden Sprachen – Sie werden gesprochen !!!
Aber gibt es denn nicht auch trifftige Gründe Latein zu erlernen ? Nein. Es gibt genau einen Platz den Latein einnehmen sollte: Das Abseits ! Es sollte Platz machen für Unterrichtsstunden die wirklich nötig sind. Wir haben nicht wirklich etwas gegen Latein, es gibt Bevölkerungsgruppen (Priester, Päpste, Mönche, Nonnen, Juristen, Historiker sowie die Staatsbürger des Vatikan) für die Latein lernen sehr sinnvoll ist, die Mehrheit der Schüler wird damit aber nur von wichtigerem abgehalten. Denn was sollen Jugendliche mit Latein anfangen? Was ist mit denen, welche die Schule abbrechen müssen, weil sie in Latein scheitern, einem Fach das Sie im wirklichen Leben NIE WIEDER BRAUCHEN werden???
Latein Lernen ist für die meisten Menschen sinnlos, weil:
- Es nur in der Monarchie des Vatikan Amtssprache ist, dazu auch nur neben Italienisch! 550 Staatsbürger sind nicht gerade ein überzeugendes Argument.
- 99,9 % aller Schüler werden Latein hinterher in ihrem ganzen Leben genau 0 Mal verwenden !
- Nur ein Bruchteil der Schüler wird Arzt oder Jurist, warum sollte man die anderen damit quälen ?
- Latein ist weder Amtssprache in der EU, der UNO noch im Weltraum
- Latein ist einfach nicht “cool” sonder “out” ! Man kann ja nicht mal moderne Wörter und Gegenstände in Latein beschreiben, eine lebensnahe Unterhaltung ist einfach nicht möglich!
- In der Zeit, die man braucht um Latein zu lernen, kann man genauso gut: Italienisch, Spanisch, Russisch, Französisch, Portugiesisch, Polnisch, Türkisch oder eine andere Sprache mit Zukunft lernen
- Der pädagogische Nutzen von Latein ist (für 90% der Schüler) = NULL. Lediglich langweilen und quälen kann man Schüler mit Latein. Zeit in der man sie eigentlich motivieren, fördern und bilden sollte!
- Schon die Umstellung von römischen Ziffern (I, II, III, IV, V) auf arabische Zahlen (1,2,3,4,5) war ein Fortschritt, der Abschied von Latein an unseren Schulen wäre ein weiterer
- Schule ist nicht da um Schüler zu foltern (Latein) sondern um Menschen die nötige Bildung die sie im Leben / Beruf brauchen werden mit auf den Weg zu geben
- Der Papst kann deutsch, was kratzt uns Latein !
Fazit zum Latein Lernen: Die Schule sollte keine Zeit auf Lateinunterricht verschwenden sondern Latein vom Stundenplan entgültig streichen! Wer Latein später im Beruf braucht, kann es auch an der Universität lernen, warum sollen alle anderen in der Schule dafür bestraft werden das zwei Arzt und Jurist werden wollen? Darum unser Motto: “Statt Latein lernen lieber eine wichtige Fremdsprache lernen !”





Ich kann gut verstehen dass einige Latein als Hassfach verstehen. Viele brauchen es auch tatsächlich nie wieder. Aber zunächst einmal wird man in den meisten Schulen vor die Wahl gestellt, z.B. vor dem Wechsel in die 7. Klasse, welche Zweitsprache man mÖchte. Meistens lautet die Alternative FranzÖsisch, was sicher nicht sinnlos ist, da eine lebendige Sprache. Es wird also niemand gezwungen, Latein zu lernen!
Zweitens kommt man spätestens im Studium besonders bei geisteswissenschaftlichen Fächern um Latein einfach nicht drumrum, zum Beispiel in Geschichte (auch Neuere Geschichte) und Literaturwissenschaft. Viele meiner Komillitonen stÖhnen darüber, dass sie sich jetzt Latein in wenigen Wochen und teuren Sprachkursen aneignen müssen und es einfach null verstehen, weil gar nicht die Zeit ist, die Grammatik etc. noch zu erläutern. So wie ich in der Schule versäumt habe, FranzÖsisch zu lernen und mir dafür in den Hosenboden treten kÖnnte, weil ich es fürs Studium auch neu lernen muss, bereuen sie es, Latein nicht mal als freiwillige Drittsprache oder als AG gewählt zu haben.
Also, liebe Leute, informiert euch sehr gut und überlegt euch genauer ob ihr Latein wählen wollt oder nicht. “Das brauchen eh nur Ärzte und Priester” ist nämlich schlichtweg FALSCH und irgendwann kommt vielleicht das böse Erwachen: “Was, ich brauch das Latinum?”
Bei mir an der Schule war das Ja zu Latein eigentlich ein Nein zu Französisch der meissten Schüler meines Jahrgangs. Ab der 9. Klasse konnte man auch als Wahlfach Französisch nehmen und das haben viel weniger Lateiner in Anspruch genommen, als die Franzosen Latein. Wie das in den Jahrgängen nach mir genau aussah kann ich nicht sagen. Der Jahrgang unter mir hatte aber doppelt so viel Lateiner wie meiner.
Wenn ich statt Latein auch Physik, Sport, mehr Mathe, Chemie, Informatik hätte machen können, wäre mir das noch lieber gewesen. Aber so habe ich zumindest über Latein noch einiges über die deutsche Sprache gelernt (und teilweise wieder vergessen).
Ich verstehe schon, dass viele Leute kein Bock auf Latein haben, aber ehrlich gesagt, kann ich das nicht so wirklich nachvollziehen: Es ist war, Latein als solches braucht man nicht so viel, aber es gibt noch andere Bereiche wo es von Nutzen. Latein hilft ungemein, logische Systeme zu durchschauen und Zusammenhänge einfacher zu finden. Das klingt jetzt vielleicht nen bisschen gestelzt, aber ich muss sagen, dass mir Latein richtig viel geholfen hat.
Um nochmal auf das Fach als solches zurückzukommen: Bei uns ist es Wahlsprache, und ich hatte 5 Jahre lang Französisch und da find ich Latein echt viel spannender und wichter als Französisch, da das nur eine Sprache ist, die man auch lernen kann, wenn man 3 Monate in Französisch lebt.
Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass Latein (bzw. das Latinum) in der Berufslaufbahn extrem von Nutzen ist, denn es sagt aus, dass jemand ein Fach wie Latein gemeisstert hat und das schon eine Qualifikation ist, die oft unterschätzt wird.
Ich möchte GEGEN Latein Stellung beziehen. Und das als Lateiner.
Vielen Lateingegnern wird (gelegentlich zu recht), unterstellt, Latein nur deshalb zu hassen, weil sie selber schlecht in dem Fach waren. Ich will gerade als ehemaliger guter Latein-LKler gegen das Fach Stellung nehmen:
Wenn die Unterstufenschüler die Option haben, Latein zu wählen, überhäuft man sie mit vielen Versprechungen: Latein sei nicht nur eine Sprache, nein auch ein Wundermittel für und gegen alles – man lernt die Antike kennen, man lernt die Wiege der abendländischen Kultur kennen, man lernt das logische Denken kennen, man lernt auch die deutsche Grammatik kennen etc./usw., sogar im Berufsleben soll es helfen!
Wenn man dagegen ehrlich ist, sind die meisten Argumente nur Pseudo- oder Scheinargumente. In Wirklichkeit geht es darum, dass Lehrer und deren Verbände ihre Planstellen retten wollen. Dafür instrumentalisieren sie ohne Gewissensbisse ihre Schüler, auch wenn diese dadurch später arbeitslos werden könnten. Viele Lehrer haben das Berufsleben ausserhalb der Schule selber noch nie kennengelernt und reden deshalb von etwas, das sie nicht verstehen. Die haben ihr Lieblingsschulfach studiert, sind kurz oder lang an die Uni gegangen und dann zur Schule zurückgekehrt. Vom wirklichen Arbeitsmarkt und auch von der Angst vieler Menschen, in einem Bewerbungsmarathon nicht bestehen zu können, wissen sie nichts.
Empirische Studien haben nahezu alle Scheinargumente für Latein als Mythen entlarvt. Ausnahmen sind nur die Studien, die von Altphilologenverbänden in Auftrag gegeben wurden.
Überhaupt scheint es mir viele Fächer zu geben, die in der Erwachsenenwelt keiner will und deren Vertreter man dann ersatzweise auf die Schüler loslässt. Unter realen Marktbedingungen würden diese Leute arbeitslos.
Unser “Abendland” braucht in der modernen Welt endlich fähige Ökonomen und Techniker. Gerade da krankt aber das (Schul-) System. Besonders Lateinlehrer tun Technik sogar noch als “nutzlose Spielerei” ab. Wenn man von einer toten Sprache alleine leben kann, mag das sogar so sein … aber nur dann! In der Schule gilt der Literat als gebildet, auch wenn ihn nachher niemand mehr nehmen will und der Schrauber gilt als dumm und naiv!
Latein hat lediglich zwei Wirkungen: Man beherrscht zum einen die Sprache selber besser und zum anderen erhöht man etwas seine Allgemeinbildung. Es gibt aber keine “Wunder-Nebenwirkungen” auf Mathe und Deutsch in der Schule oder Medizin und Jura an der Uni.
Zur Klarstellung: Wer Latein freiwillig lernen will oder das Latinum nachweisen muss, der soll das tun. Besonders für historische Fächer mag es auch zur Quellenlektüre gut sein. Aber die meisten brauchen es weder im Studium, noch im Beruf. Man soll auch die Märchen von den notwendigen Lateinkenntnissen für das Medizin- oder Jurastudium endlich sein lassen. Das sind nur noch Restbestände.
Schüler, die überlegen müssen, welche Fremdsprache sie wählen sollen, brauchen endlich eine objektive Beratungsinstanz, nicht die Lateinlehrer selber!
Ich möchte als noch Lateiner sagen das Latein gerade in der Schule nervt und ich vielleicht 10 Wörter seit 1 1/2 Jahren Latein erschliessen konnte.
Meine Lehrerin ist auch nicht das was man als Bildungszentrum bezeichnen kann.
Sie ist Latein und Deutschlehrerin und macht mehr Rechtschreibfehler als ich.
Ausserdem gibt es in Schleswig Holstein (da wohn ich) nur 2 Referenten für Latein, da sieht man wie ,,beliebt” diese Sprache ist.
PS:Wer hat schon mal von der Adverbialen Bestiimung des Urhebers gehört?
Und von der präpositinal Adverbialen Bestimmung des unerheblichen Gegengrundes.
Die wollte unsere Lehrerin uns nämlich andrehen.
Hallo
Ich bin selber in der 9.KLasse mache seit der 7. Latein und habe Französisch als 3.Fremdsprache gewählt.
Ich kann nur sagen , dass mir Latein super geholfen hat.
In der 6Klasse mussten wir uns entscheiden was wir wählen wollen.
Französisch oder Latein
Meine Englischlehrerin meinte zu mir :
” Du bist nicht sprachbegabt , wähl bloss Latein!!!!”
Da HATTE sie auch recht , Englisch 3/4 & Deutsch 3.
Hab dann natürlich auch Latein gemacht.
Jetzt steh ich 1 in Englisch , 2 in Deutsch , 1 in Latein und 1 in Französisch.
Ich hab nicht mehr gelernt,ich konnte es auf einmal einmal einfach nur besser.
Grammatik ist in allen Fächer super einfach für mich.
Ausserdem versteht man viele fremdsprachige Wörter durch Latein.
Ich lerne jetzt gerade noch Portugiesisch und bin superglücklich Latein gewählt zu haben.
Liebe Grüsse
Hallo erst mal,
Ich finde den Beitrag von dem Latein LKler ehrlich gesagt hier am interessantesten. Und natürlich auch den letzten, sehr gestellten, (wer sagt schon Liebe Grüße?!) .
Ich denke um von Latein begeistert zu sein muss man entweder gerne viel lernen oder schon Sprachbegabung und gewisse Intelligenz mitbringen. Ja richtig SPRACHBEGABUNG, denn diese bezieht sich nicht nur auf Fächer wie Spanisch oder Englisch. Es bringt einem genauso viele Vorteile in Latein. Ich glaub das ist auch einer der Gründe weswegen ich meinen jetzigen Lehrer nicht ausstehen kann, weil er viel zu viel auf grammatikalische Begriffe setzt und nicht einfach mal ein wenig Begabung gelten lassen kann.
Aber des nur nebenbei. Für mich war Latein eine wirklich abwechslungsreiche und willkommene Möglichkeit etwas in der Schule zu leisten. Wenn ich dieses Fach nicht gehabt hätte, hätte ich denke ich nicht gelernt zu lernen, denn vorallem DAS kann man danach.
Ich teile die Meinung das Schüler viel zu sehr falsche Versprechungen gemacht werden, nur um sie dafür zu gewinnen Latein zu nehmen. Der Ansatz mit der Mathematisch-logischer Fähigkeit ist meiner Meinung nach völlig falsch. Viel eher sollte man sich mit dem Problem befassen, dass zu viele Jungen Latein wählen und so chaotische Klassen entstehen, was nur dazu führt die Schnitte deutlich nach unten zu ziehen.
Ich will hier niemanden überzeugen Latein zu wählen aber das Argument, dass man danach immer noch Französisch lernen kann finde ich durchaus gerechtfertigt. Wobei man bei Latein aber nie mehr die Möglichkeit bekommt es wirklich ganz zu lernen und vollkommen zu beherrschen. Außerdem kann man in der 7. Klasse bei uns zumindest auch zwischen Spanisch und Chemie wählen und somit wird der Gedanke Französisch als lebende Sprache zu nehmen hinfällig. Spanisch wird viel mehr auch im Geschäft gesprochen und wo bitte spricht man französisch außerhalb Frankreichs ? Ich kenne viel die auch mit ihrer lebenden Fremdsprache franösisch nach ihrem Abitur nicht mehr anfangen können. deshalb finde ich, dass Latein durchaus ein interessantes Fach ist auch wenn es nicht hält was oft versprochen wird.
Ohne freundliche grüße
jemand der zu viel zeit hat und dem es bei dieser Diskussion in den Fingern gejuckt hat auch etwas zu schreiben
Latein lernen ist gar nicht so sinnlos. Durch Latein hab ich erst Grammatik gelernt und trotzdem ich keine Leuchte bin, kann es sogar Spaß machen. Fremdwörter sind leichter ableitbar – im Moment lernen wir sogar in Latein Italienisch. Esperanto ist mega einfach dadurch.
Und außerdem: geh mal in ‘nen Master in einem Fach, das mit Religion/Philosophie zu tun hat – du wirst lateinische Originaltexte übersetzen müssen.
Latein ist gar nicht so blöd, wie’s scheint. Schade nur, dass man der lateinischen (“toten”) Sprache keine Chance mehr gibt.
PS: Hätte ich die Wahl zwischen Latein und Arabisch/Persisch gehabt, hätte ich Arabisch oder Persisch gewählt, aber sowas wird hierzulande ja ohnehin nicht angeboten. Und immerhin besser als “Dö sörie son a pari, ilsontre dasün epissri, keskesee? ah set ün frui”
Ich weiß nicht ob dies auf vielen Schulen gilt; auf meiner jedenfalls schon.
Ich hatte die Wahl zwischen Französisch und Latein als zweite Fremdsprache: Durch Latein konnte ich mih später noch entscheiden ob ich den Naturwissenschaftlichen Zweig oder den Sprachlichen ( 3. Sprache wäre Französisch) nehme.
Als Französisch als erste Sprache hatte ich nur den Naturwissenschaftlichen Zweig zur Auswahl. Ich nahm erst Latein und dann Französisch. Ich tat mir schon nach dem ersten halben Jahr wahnsinnig schwer in Latein. Nach dem ersten Halbjahr des 2. Jahres war ich schon immer bei einer fünf bei Tests froh; Obwohl ich eigentlich sonst ganz gut in der Schule war!
Ich empfehle Latein eigentlich nur Leuten die sehr viel Zeit für Vokabel lernen und Grammatik pauken aufbringen möchten.
Es stimmt: Latein hilft einem bei anderen Sprachen wie Französisch; jedoch nicht so viel, dass sich die aufgebrachte Zeit lohnen würde.
Ich persoehnlich habe Latein nach der 6.Klasse anstatt von Franzoesisch gewaehlt da ich mich bei der Wahl von Franzoesisch sofort auf dem Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Zweit gestellt haette und bei mir damals noch nicht klar war ob ich eine eher mathematische oder sprachliche begabung vorweise. um ehrlich zu sein ich weis es immer noch nicht. Auf jedenfall bin ich an latein fast gescheitert und habe es mittlerweile nach der 10.klasse (nicht erst nach der 11.) “abgelegt” da ich mich fuer ein auslandsjahr in argentinien entschieden habe. In meiner letzten Pruefung in der ich das grosse latinum erlangen haette koennen bin ich mit pauken und trompeten trotz woerterbuch durchgefallen und kann somit nur auf ein kleines latinum zurueckgreifen. dies habe ich jedoch auch nur mit sehr viel nachhilfe und allen drum und dran erreicht. selber konnte ich mich jedoch nie motivieren alleine fuer latein wie fuer meine anderen faecher zu lernen da es mit immer sinnfrei und nutzlos erschien text zu uebersetzen die schon massig andere leute vor dir uebersetzt hatten. viel lieber haette ich so wie es gross von den lateinlehrern in elterngespraechen und und und angekuendigt wurde mehr ueber die kultur von damals gelehrt bekommen.Jetzt bin ich seit wenigen monaten in argentinien und kann stolz sagen das ich in diesen par monaten einen recht beachtlichen spanisch wortschatz aufgebaut habe und werde wenn ich wieder in deutschland bin den spanisch lk belegen obwohl ich davor noch nie spanisch als unterrichtfach in deutschland hatte. hat mir latein beim erlernen dieser sprache in so kurzer zeit geholfen?ja und nein. zu einem ja da es natuerlich diese paralelen zwischen latien und dem spanischen gibt aber da haette mir auch ein jahr latein gereicht um die grundsaetze der grammatik und den wortaufbau zu lernen und nich 4 jahre. und nein da ich wenn ich mich nicht so mir latien gequaelt haette und so viel energie darin verschwaendet haette schon laengst spanisch haette lernen koennen oder eine andere sprache.
ich bin nicht dafuer latein abzuschaffen sonder es ein jahr als pflichtfach einzufuehren um grammatische strukturen besser zu vermittel.
Wenn ich mir den Beitrag durchlese, komme ich zu dem Schluss, dass Deutsch wohl auch nicht ein Schwerpunkt im Leben des Autors gewesen sein kann. So viele (Grammatik-) Fehler in einem Beitrag, der Wissen vorgaukelt. Vielleicht haben Menschen, die Latein lernen »mussten« auch ein besseres Gefühl für Grammatik.
Nebenbei ist wohl noch kaum jemand wegen eines einzelnen Faches an seiner Schule gescheitert, wie es hier suggeriert wird. Da gibt es doch ganz andere Ursachen. Eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema wäre deutlich angebrachter, als das simple Niedermachen vom hohen Ross herab, dass eher einer Stammtisch-Tirade gleicht, als einer fundierten Äusserung.
@wer wohl?
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir verstehen dass nicht alle Leser die Meinung unseres Redakteurs vertreten, trotzdem weisen wir Sie darauf hin, das wir keine gestellten Kommentare veröffentlichen sondern sich hier nur Leser zu Wort melden. Veröffentlicht werden selbstverständlich postive und negative Kommentare – es lebe die Diskussion.
Es wird hier in manchen Beiträgen immer wieder erwähnt, man wird zu Latein nicht gezwungen. Aber so ganz stimmt das in unserem Fall nicht. Latein ist hier voll im Trend. In den nächsten 2 Gymnasien hätten meine Kinder keine Wahlfreiheit. Sie müssten dort ab der 5. Klasse Latein und Englisch nehmen. Darum waren wir gezwungen unseren Sohn ans andere Ende der Stadt zu schicken, um ihm Latein zu ersparen. Dort kann er mit Englisch anfangen und dann in der 6. Klasse wählen, ob er Französich oder Latein will. Leider ist keiner von seiner Klasse mitgegangen und er kennt niemanden in seiner Klasse. Mir ist es schwer gefallen ihn dort anzumelden.
Ich selbst hatte von der 5. Klasse bis zur 13. Latein und mir hat es von Anfang an nicht gefallen. Meine Lieblingsfächer waren Mathe, Chemie, Physik. Ich höre immer wieder Latein würde logisches Denken schulen. Aber ich konnte an Latein nichts logisches feststellen. In anderen Fächern hattte ich keine Probleme.
Zunächst einmal ist der Unterricht immer nur so gut, wie der Lehrer, der ihn führt. Guter Lateinunterricht kann daher unheimlich viel bringen, wohingegen schlechter lediglich die Abneigung der Schüler diesem Fach gegenüber bewirkt.
Die Argumente, dass Latein hilft andere Sprachen zu lernen usw. hat weniger etwas mit der Sprache “selbst” zu tun, sondern damit, dass man sich bei keiner modernen Fremdsprache so intensiv mit dem Phänomen Sprache auseinander setzen muss. Man lernt das Grundgerüst kennen, das zum Lernen einer jeden Sprache notwendig ist, d.h. was sind Fälle, wozu sind die gut, wozu gibt es Zeitenfolgen, Partizipien etc. Welche Aufgabe übernehmen die einzelnen Satzteile eigentlich im Satz. Wer dieses Gerüst erst einmal verstanden hat, wird leichter mit der Grammatik anderer Sprachen zurecht kommen, denn Subjekt Objekt Prädikat, Adverb und Ko gibt es nun einmal in jeder Sprache. übrigens darf man besonders in diesem Punkt nicht von sich ausgehen…nur weil man selbst Sprachen prinzipiell schnell lernt, trifft das noch lange nicht auf andere zu. Es gibt da, man mag es kaum glauben, auch Schüler, die den Englisch-, Spanisch-, Französisch- oder jeglichen Sprachunterricht verteufeln und das, obwohl diese Sprachen gesprochen werden. Wenn ein Lateinlehrer also den Sinn seines Faches verstanden hat, dann geht es ihm nicht nur darum, dass die Schüler Cicero fein übersetzen können, sondern das sie das System Sprache im Allgemeinen verstehen (hier sollte man das Phänomen Schule betrachten, dass Schülern alle wichtigen Bereiche ihrer Gesallschaft näher bringen soll…naja und die Sprache, egal welche, ist DIE Basis von Gesellschaft)
Damit verbunden ist auch noch ein weiterer schöner Nebeneffekt. Vielen deutschen Schülern fehlt es heutzutage nämlich an einem guten Ausdruck und einem Wortschatz der über der 100-Wort-Grenze liegt. Wozu der Lehrplan im Deutschunterricht kaum noch Möglichkeit gibt, kann also im Lateinunterricht nachgeholt werden, denn so sehr sich die Schüler mit der lateinischen Sprache auseinandersetzen müssen, so sehr müssen sie auch ihre eigene Sprache verstehen. Dieses Verständnis fehlt vielen, ist im Berufs- und sozialen Leben aber unbedingt notwendig und in keiner modernen Fremdsprache muss man sich so intensiv mit der eigenen Sprache auseinandersetzen, wie in Latein (hier sei auch wieder auf die Sprache als Basis für jede Gesellsschaft verwiesen…wenn sich unsere gesellschaft weiter dahin entwickelt, dass immer weniger einen ordentlichen Satz herausbringen oder einen zusammenhängenden, logisch aufgebauten Aufsatz schreiben können, dann bröckelt auch die Gesellschaft. Zudem fördern nebenbei derartige Sprachen kognitive Fähigkeiten, weil der Kopf etwas mehr angestrengt werden muss, als bei modernen Fremdsprachen (die oftmals an Komplexität im Laufe der Zeit eingebüßt haben)
Letztendlich sollte man die Ergebnisse des Lateinunterrichts nicht darin sehen, wie schön jemand einen lateinischen Text übersetzen kann (in der HInsischt braucht man das Fach nämlich wirklich nie wieder)…Latein ist eher als Wegbereiter für gewisse softskills zu sehen, die im Besonderen darin liegen, zu verstehen, wozu diese ganzen Ausdrucksmöglichkeiten in einer Sprache überhaupt gut sind und darüber seine eigene Sprache bewusster zu nutzen, aber auch andere Sprachen schneller zu lernen. Das sind im Übrigen Fertigkeiten, die man nicht auf einem Blatt Papier sieht und die man dann einfach hat, ohne dass es einem vielleicht bewusst wird, aber während man eine Fremdsprache auch schnell verlernen kann, wenn man sie nicht nutzt, hat man diese Fertigkeiten meist ein Leben lang
Ich bin gerade in der 8. Klasse und an unserer Schule hatte man die Wahl zwischen Latein und englisch als erster fremdsprache. Ich war begeistert von Latein, doch meine Mutter zwamg mich zu englisch, weil sie das als wichtiger empfand (und das obwohl latein ihr Lieblingsfach war und sie fast nur Einser schrieb). Also nahm ich Englisch und wurde erst in der 6. Klasse in Latein unterrichtet. Ich war begeistert von dem Fach (ich hatte in den Zeugnissen immer Einser) doch mein Elan nahm immer mehr ab und als ich mich nach der 7. für Altgriechisch, Französisch, oder Naturwissenschaften entscheiden musste, wählte ich Französisch.
Auch dass Latein an unserer Schule eine höhere Stellung als Englisch einnimmt ärgert mich sehr. Am alljährigen Tag der offenen Tür preist unser Direktor das Lateinische und es werden viele lateinische Theaterstücke aufgeführt. Ein Latinum fürs Deutschstudium ist meiner Meinung auch unnötig, da Latein und Deutsch ehrlich gesagt wenig zu tun haben. Dieses “Vokabelableitgerücht” nervt mich noch mehr. Im Französischen kann man sich zwar schon einige Vokabeln ableiten, aber man muss sie trotzdem lernen (Und für die, die Latein nur deshalb belegen: Man lernt keine Sprache nur um sich in einer anderen vokabeln ableiten zu können).
Das einzige zu was Latein nützlich ist, ist eine gute Abiturnote
Hallo!
Uralt-thread aber trotzdem: Mein Vater war Latein Lehrer und ich bin ein arbeitsloser Taugenichts. Ich kann euch sagen Latein Lehrer sind Weltfremd oder Egoistisch oder Alkoholkrank oder wie kleine Kinder oder von allem etwas. Ich kann das sagen weil ich zu meinem Leidwesen viele gekannt habe. Ich denke heute sowieso, dass es völlig sinnlos ist Sprachen zu lernen außer Englisch oder Chinesisch(Für Asiaten) da Google sowieso bald alles übersetzen kann noch während man tippt/spricht. Sinnvolle Sprachen sind Programmiersprachen! Da unsere lieben (hühihi) Lehrer an den Unis jedoch gar keinen Zugang dazu haben, unterrichten sie lieber wie zu Kaiser Wilhelms Zeiten. Nicht nur Latein. Latein ist nur ein Symptom dieser Krankheit. Die Wahrheit ist das alle anderen Fächer und die Schule insgesamt irgendwo stecken geblieben sind und weder inhaltlich noch strukturell noch psychologisch sich auf dem stand der Zeit befinden. Ist es nicht heute immer noch so, dass die Schule mitten in der Nacht (Vor 10 Uhr) beginnt? Obwohl man längst weiß, dass Schüler entsetzlich viel Schlaf benötigen gerade in der heutigen Zeit. Dass man noch stärker als vor 100 Jahren versucht Schüler zu selektieren und damit auszugrenzen, statt sie alle gemeinsam zu fördern? Dass man laut zahlreicher Studien genau weiß, das Sportunterricht überhaupt nicht zur Gesundheit der Schüler beiträgt, sondern Kochkurse hilfreicher wären. Ich hatte bis zur 10. Klasse Musikunterricht und beherrsche bis heute kein einziges Instrument, obwohl ich gerne singe. Ebenso genoss ich einen Kunstunterricht der mir nicht zeigte wie man ein Portrait zeichnet, oder eine Gebäude. Irgendwann macht man Abitur und stellt fest das man eigentlich nichts kann. Und dann wird man Lehrer, oder nicht. Also was ich sagen will, die Schule ist am Ende. Und dann gibt es an vielen Schulen nicht einmal ein Fach Wirtschaft. Statt Softwareentwicklung oder Datenbankprogrammierung zu unterrichten wird man mit angewandter Mathematik gequält auch Informatik genannt. Von der Osterhasenpädagogik ganz zu schweigen. Vielleicht war ich ja auch nur auf der falschen Schule. Aber überlegt mal…falsche Schule…darf es so etwas geben? Darf es Latein geben?
Ich schäme mich für den Verfasser dieses Aufsatzes!
Im Latein-Unterricht steht nicht das aktive Beherrschen der Sprache im Vordergrund, und das weiß jeder Schüler, der sich darauf einlässt.
Sie werben hier auf dieser Website für Weltoffenheit, für verschiedenste Kulturen und vergessen dabei, dass unsere eigene Kultur, ja unsere Geschichte genau auf den Ideen, die dieses ach so schreckliche Latein transportiert, aufgebaut ist. Durch das Übersetzen der Texte lernen wir uns selbst kennen.
Latein bietet eine riesige Menge an Allgemeinwissen, außerdem hilft es beim Kennenlernen der eigenen Sprache – es ist eine der strukturreichsten Sprachen und daher sehr leicht zu erlernen; und Schüler schreien in der Schule nach Struktur. Latein zu lernen hätte dem Verfasser dieses Aufsatzes sicher nicht geschadet, der strotzt nur so von Rechtschreib- und Beistrichfehlern – wie gesagt, einfach nur peinlich.
Ich verstehe alle, die Latein nicht lernen wollen, es gibt genug Schulen, die Latein nicht im Lehrplan führen. Keiner wird gezwungen, Latein zu lernen. Aber ich finde, Lateingegner sollten nicht dagegen polemisieren. Lasst die Lateiner doch in Ruhe. Aber seit euch einer Sache gewiss: Sie haben euch viel, viel voraus und werden euch eines Tages gewiss überholen.
Es gibt zig Politiker, Firmenchefs, Moderatoren (Günther Jauch, Thomas Gottschalk, Harald Schmitt hatten alle Latein und sogar Altgriechisch in der Schule und möchten es nicht missen!!), die zwar Wirtschaft, Jus oder was auch immer studierten, in der Schule aber Latein hatten und – ihr werdet es nicht glauben – heute noch davon profitieren.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass etwa 98% der LateinschülerInnen letztendlich froh waren, Latein erlernt zu haben.
Zum Abschluss noch eine Frage, die zum Denken anregen soll: Mal ehrlich, wie oft haben die Schüler, die Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, etc. statt Latein gewählt haben, nach der Schule noch ihre lebende Fremdsprache gesprochen?
In den meisten Gymnasien kann man sich zwischen Latein und einer weiteren FS entscheiden. Wenn man weiß was man mal werden will (in meinem Fall war es Physiker) dann ist die Entscheidung eine ziemlich eindeutige. Also ich bereuhe es nicht Latein in der Oberstufe gelernt zu haben da ich es täglich benötige und im Zuge meines Studiums der Physik sowieso lernen hätte müssen.
Aber außer für naturwissenschaftliche Studienfächer und Jus ist Latein wohl zu nichts zu gebrauchen.
Halt doch, falls ihr mal vor einer alten Kirche steht dann könnt ihr ganz schlau lesen was da in Stein gemeiselt wurde und damit vor euerer Freundin mächtig angeben
Anyway, es schadet nicht zumindest Grundkenntnise zu haben. Wenn man auch nicht alles was man lernt immer praktisch umsetzen kann so dient es doch der Steigerung der persönlichen Allgemeinbildung.
@proLatein
Ich lerne seit einigen Jahren Latein in der Schule, sowie auch Französisch und Englisch. In Französisch stehe ich auf 2 in Englisch und Deutsch auf 1 und in Latein bin ich knapp an der 4 vorbei. Das sagt mit was? Das Latein mir wahnsinnig bei anderen Sprachen hilft? Wohl eher nicht. Bei der Entscheidung als Fünftklässler, ob ich Latein nehmen sollte, hieß es von vielen Seiten (vor allem von schulischen Seiten) dass Latein das “allgemeine Sprachgefühl” fördere und generell sehr von Nutzen sei. Aber es ist eine einzige trockene Lernerei, die frustriert und das Selbstbewusstsein herunterzieht. Selbst viele Schüler, die durchaus ziemlich gut in Latein sind, empfinden die Sprache als kompliziert, trocken und zeitraubend.
Was bringt mir eine Sprache, mit der ich angeblich andere Sprachen leichter lerne, die mir aber aufgrund ihres wahnwitzigen Aufwands die Zeit raubt, diese Sprachen zu lernen?
Latein ist veraltet, wird nur noch von den Männern im Vatikan gesprochen und deshalb muss ich dem Autor des Artikels auf voller Linie zustimmen.
Bei den unzähligen Fehlern des Textes wird klar, dass bei dessen Entstehung das Denken dem Tippen gewaltig hinterherhinkte. So etwas wäre einem Lateiner niemals passiert, schließlich zeigen sich hier auch zahlreiche Ungenauigkeiten, die auf tiefe Unkenntnis der Sprache und ihrer grundlegenden grammattischen Strukturen schließen lassen (wie etwa “das” statt “dass”). Denn erst durch die Beschäftigung mit Latein als der Sprache der Sprachen weiß der Schüler wirklich, was Grammatik bedeutet, wie sie funktioniert, was sie ausmacht. Lernt man hingegen nur moderne Sprachen, stochert man eigentlich im Nebel und wird nie erfahren, was sich hinter den Sprachphänomenen verbirgt. Diese Erkenntnis jedoch ist Ausgangspunkt der durchdachten Anwendung eines guten Sprachstils, welcher vorliegendem Text eines unwissenden Lateinhassers völlig abgeht.
Der Grund, Latein zu lernen, ist also nicht ein rein praktischer (neudeutsch “kompetenzorientierter”), sondern er liegt tiefer: Latein bildet den Schüler auf ganz besondere Art und Weise aus, wie kein zweites Fach (außer natürlich Altgriechisch): Er wird im wahrsten Sinne ein “Philologe”, ein “Freund des Wortes”. Das mag zuerst harmlos klingen, bedeutet jedoch viel: Der Schüler wird befähigt zum Durchdringen von Sprache und durchschaut so komplizierte Gedankengänge in genauer Auseinandersetzung mit Texten, lernt Menschen einzuschätzen und ist dadurch letztlich immer schon einen Schritt weiter, weil er auf einen kritischen, wachen Geist zurückgreifen kann, der Sicherheit in allen Lagen gibt. Der Philologe hat das Wort in der Hand, weiß wie es gewinnbringend eingesetzt werden kann, enttarnt andrerseits aber auch leicht solche, die das Wort als Waffe einzusetzen versuchen, wie etwa politische Rhetoriker, Werbemacher, oder eben der Verfasser dieses Artikels, der allerdings noch einigen Übungsbedarf hätte. Tipp hierzu: Latein lernen!
@ den Autor des Beitrags Latein,
eine Frage:”kann es sein, dass sie Latein hatten, darin nicht sonderlich gut waren, nun Arbeitslos sind und jetzt etwas brauchen dem sie die Schuld in die Schuhe schieben können?”
Ich muss sagen, dass mich Latein leider sehr nervt. Ich bin 8. Klasse und denke dies, seit ich mit der Sprache anfing. Eigentlich war es am Anfang recht leicht und ich hab (wie vermutlich viele) am Anfang nur gute Zensuren geschrieben. Allerdings bin ich zu faul um akribisch Vokabelkarten zu schreiben oder wöchentlich die gelernte Grammatik zu lernen, daher wurde ich immer schlechter. Morgen schreibe ich einen Test und ich kann weder die Deklinationen richtig, noch die Vokabeln. Normaleerweise bin ich nicht schlecht in Sprachen, aber mir fällt Latein aufgrund davon, dass es nicht gesprochen wird, sehr schwer…
Im Unterricht schlafe ich immer fast, da es einfach zu langweilig ist. Zwar gebe ich mir Mühe, aber es nützt nichts. Ich werde von Allem abgelenkt, das auch nur ein bisschen interessanter als die Stunde ist. Ich stimme dem Autor zwar zu, aber schön finde ich es nicht, da ich die Noten ja trotzdem bekomme. Also hilft Nichts als lernen und Schokolade.
Hallo,
ich finde es ja durchaus witzig wie die Lateinbefürworter über die Rechtschreibung sowie Grammatik des Verfassers herziehen und im selben Atemzug behaupten das ihm ein wenig Latein gut gestanden hätte und er so weniger Satzbaufehler hätte. Das ist lächerlich. Klar kann Latein dabei helfen, alles was man lernt und wenn es noch so sinnlos erscheinen mag bringt das Gehirn in irgendeiner Form weiter. Nur das ganze kann man halt effektiver haben.
Man kann Latein lernen und tut sich dadurch leichter einige romanische Sprachen zu lernen.
Man kann aber die Zeit genauso gut nutzen und zwei bis drei romanische Sprachen lernen und sich den Umwg über Latein zu sparen.
Man kann mit Latein die eigene Grammatik verbessern.
Man kann genausogut normale Grammatikübungen machen und so lernen sich darauf zu verstehen die deutsche Sprache richtig einzusetzen.
Ich vermute ganz stark das hier einige Lateiner einfach traurig sind soviel Zeit verschwendet zu haben und die Tatsache das Latein nutzlos ist nicht wahrhaben wollen und die Sprache deshalb so verteidigen.
Ich will ja nicht behaupten das man Latein gar nirgends braucht, es gibt ja etliche Studiengänge wo das sinnvoll sein mag, aber das sind nun soviele auch nicht. Die Personen die diese Studiengänge wählen können die Sprache auch noch im Studium erlernen.
Der Nutzen von Latein ist einfach zu gering als das es noch unterrichtet werden sollte. Zumindest sollte niemand gezwungen werden.
PS. Spart euch Kommentare das mir mehr Latein gut getan hätte, ich bin zufrieden mit meiner Grammatik.
Bin grad zufällig über den Artikel gestolpert. Ich halte ihn zwar für eine schlecht begründete Hasstirade, bin aber prinzipiell ähnlicher Meinung.
Im Anbetracht des heutigen Verständnisses des Begriffs “Bildung” hat Latein in unseren Lehrplänen wirklich nichts mehr verloren. Nitzsche hat zwischen “Stätten der Not” und “Stätten der Bildung” unterschieden. Erstere seien notwendig um Wissen für die tägliche Arbeit zu Erlangen. Letztere sollen humanistisches Wissen, zur “Bildung” der eigenen Persönlichkeit, vermitteln.
Heutzutage lernt man nur noch für den Beruf! Sich aus eigenem Interesse weiterzubilden, um seinen eigenen “Bildungshorizont” zu erweitern, ist tatsächlich “out”. Man interessiert sich in diesen Tagen aus freien Stücken weder für Geschichte & Geographie noch für Literatur oder gar die bildenden Künste. Umso mehr gilt das natürlich für das Lesen und Interpretieren antiker Originaltexte.
Wir brauchen kein Latein für die Arbeit ! Das gilt selbst für mich als Jurist. Das ist eine unumstössliche Tatsache. Entbehrlich sind allerdings auch die Fachbereiche Literatur, Kunst, Musik, Geschichte, Geographie, Religion bzw. Ethik und – zumindest für einen Grossteil aller Schüler sogar – Chemie und Physik.
Bekennen wir uns doch zu der Tatsache, dass unsere Schulen nur noch – frei nach Nietzsche – Stätten der Not sind und kürzen wir doch unsere Lehrpläne auf das Notwendigste herunter. Wir lernen für den Beruf, alles andere ist reine Zeit- und Nervenverschwendung.
Und ich meine diesen Vorschlag tatsächlich ernst. Wirklich!
Warum soll in unseren Schulen Allgemeinbildung vermittelt werden? Für die meisten Jobs braucht man nichts ausser einem fundierten Fachwissen und einigen wenigen Basisfähigkeiten.
Daher habe ich folgenden Vorschlag:
Trennen wir doch die beiden Bereiche auf. Es gibt eine vom Staat gestützte und finanzierte Schule, die ein sog. Basiswissen vermittelt. Dazu gehören (altdeutsch formuliert) Lesen, Schreiben, Rechnen und ein wenig Sachkunde. Wer will kann sich seine Allgemeinbildung selbst zusammenstellen und natürlich auch selbst bezahlen!
Fazit: Die Schüler sind glücklich, den Steuerzahler kostet es weniger und die dumme Jammrerei um das Fach Latein findet endlich sein wohlverdientes Ende.
Ich hatte Latein in der Schule, es hat zu Beginn sogar Spaß gemacht, aber es war auch vergeudete Zeit, die man durch ein anderes Fach sinnvoller hätte nutzen können. Sicher kann man sich ab und zu mal ein Wort aus einer Fremdsprache herleiten. Da es früher auch die Sprache der Wissenschaft war, wird heute noch krampfhaft daran festgehalten. Erste Wissentschaftssprache dürfte aber heute wohl Englisch sein. Ich habe Spanisch gelernt, Latein war mir hier nach eigener Einschätzung weitaus weniger nützlich als gemeinhin behauptet wird. Eine Sprache lernt man durch Büffeln von Grammatik und Vokabeln und durch Anwenden, nicht durch den Rückgriff auf eine frühere gelernte ähnliche tote Sprache, deren Anwendung kaum möglich ist. Mein Vater war ein guter Zahnarzt ohne dass er Latein in der Schule gehabt hätte (Ja, das war früher möglich!). Medizinisches Fachlatein, wie die Namen der Gesichtknochen hat er eben so reingepaukt, lernt man die wirklich im Gymnasium? Weitere Argumente sind dann zum Beispiel juristische Studiengänge. Offenbar hat Latein hier über die jahrzehnte keinen guten Einfluss auf die deutsche Ausdrucksfähigkeit gehabt, denn das juristendeutsch ist ja noch unverständlicher als Latein.
Latein mag durchaus für Historiker und ähnliche Studiengänge wichtig sein. Wieso quält man aber die Allgemeinheit der Schüler schon vor dem Studium damit. Weil dies schwierig zu erklären ist, kommt dann die Legende vom Latein als “besonderer Schulung der Logik”, als “Lernen des Lernens” oder als “Vermittler von “Allgemeinwissen” ins Spiel. Diese Funktionen kann jedes andere zeitgemäße Fach genauso leisten.
Wer Latein später benötigt, wird natürlich, diejenigen beneiden, die ihm hier durch ihre Schulzeit voraus sind.
Ich hasse Latein nicht, aber man braucht es definitiv nicht zum Leben. Um Englisch zu lernen schon wohl kaum, deswegen gibt es ja viele Gymnasien, wo Englisch Latein als erste Fremdsprache abgelöst hat. Latein ist verzichtbar an den Schulen. Es fehlte lediglich über Jahrzehnte der Wille, es abzuschaffen. Wer nicht Latein hatte, der dürfte diesen Satz aus Asterix kennen. (Alea = deutsch: Spielwürfel = franz: dé = span: dado = engl: dice) aber (Cubus = deutsch: Würfel = franz: cube = engl: cube = span: cubo). Je nach Beispeil hilfts es enmal und das andere mal eben auch nicht. Bei anderen Sprachen wie Türkisch, Polnisch, Tschechisch, oder gar Chinesisch – hilft es da noch weiter? In diesem Sinne: Alea iacta est.
Bei Betrachtung Ihres pseudointellektuellen Textes sowie bei Begutachtung zahlreicher Antworten, ist mir erneut aufgefallen, wie wichtig Latein für unsere Schulen ist. Allein die ersten Sätze des obigen Textes weisen mehrere Grammatik- und Rechtschreibfehler auf, die – wie so oft – meine Ansicht untermauern, dass Latein weiterhin an Schulen unterrichtet werden muss. Es geht hier nicht allein um stures Auswendiglernen von Deklinationen, Konjugationen und Vokabeln. Ziel ist es auch nicht allein, romanische Sprachen besser erlernen zu können. Man erlernt mit der lateinischen Sprache vielmehr ein logisches Sprachsystem, das das Verständnis der Grammatik romanischer Sprachen und – viel wichtiger noch – das Verständnis der Grammatik unserer eigenen deutschen Sprache um ein Vielfaches erleichtert. Bei der Übersetzung eines lateinischen Textes geht es immer um Zielsprachenorientierung. Sowohl in der Universität als auch in der Schule erkennt man sofort, welcher Student bzw. welcher Schüler Lateinunterricht genießen durfte. Dies macht sich an deren Umgang mit Sprache und auch an deren Wortschatz deutlich bemerkbar. Einigen von Ihnen hätte ich ebenfalls einen fundierten Lateinunterricht gewünscht. Sie würden dann mit Sicherheit anders über diese Sprache denken!
Bei mir in der Klasse war es auch eben einer der Gründe Latein zu wählen, weil die meisten einfach keine Lust hatten Französisch zu sprechen und dachten..naja mein Gott da muss ich nur übersetzen. Ich bin von Latein hin und weg und verstehe gar nicht wie man sich so darüber schauffieren kann..inzwischen studiere ich Latein und Altgriechisch was einfach total interessant ist nicht nur die Sprache selbst sondern auch ihre Geschichte, die Sprachwisenschaftlichen Hintergründe und der stark philosophisch vertretende Teil..einfach klasse!!
Hallo!
Ich wohne zwar nicht in Deutschland (und so kann ich auch nicht wirklich eure Kommentare verstehen), doch auch in Luxemburg gibt es Latein.
Nach der 7. Klasse wurden wir dann gefragt ob wir lieber auf “classique” oder auf “moderne” gehen würden. Auf moderne wird mehr English durchgenommen und auf classique haben wir noch das Latein als Extrafach. Das heißt, das was die auf der moderne im Englishen in 5 Stunden pro Woche machen, machen wir Latinisten in 2 Stunden.
Das ist natürlich ziemlich lästig, doch der Aufwand lohnt sich:
Ich bin jetzt schon um längen besser im Französischen und als Portugiesin ist es für mich persönlich ja auch sehr hilfreich
Im Moment ist Latein wirklich mein Hassfach, denn mein Lehrer spricht nur Französich und versteht kein Luxemburgisch oder Deutsch. Der Kurs wird auch auf Französich durchgenommen, deswegen habe ich auch so viele Schwierigkeiten in diesem Fach.
Doch mir fehlen nur noch ungefähr 1 1/2 Jahre bis ich Latein (endlich) beendet habe.
…auf dem Gymnasium lerne ich bereits seit vier Jahren Deutsch (logisch ^^), Englisch, Französisch, Latein, Griechisch, Italienisch und Spanisch und Russisch… Ich weiss echt nicht, was ihr Deutschen alle habt. Ich denke, allein der Umstand, dass die Schweizer besser deutsch können als die Deutschen zeugt doch von eurem niedrigen Niveau. Ohne Latein wäre es mir kaum möglich soviele Sprachen zu beherrschen. Wenn ich bedenke, dass Goethe auch aus diesem Land kam wird mir schlecht… was ist nur daraus geworden… :S
Ich finde es immer wieder unterhaltsam, wie sich Schüler (meistens auch nur tatsächlich diejenigen, die sich noch damit “herumschlagen” dürfen) über das Lernen der latein. Sprache auslassen… Es geht dabei nicht nur rein um den Zweck “Latein schreiben oder sprechen zu können”. Wobei dies heutzutage sehr wohl noch von extremen Nutzen sein kann, wie mein Vorredner dargestellt hat. Aber ein weiterer wichtiger Punkt, den die allg. Schülerschaft gerne übersieht bzw. auch überhaupt nicht vor Aufnahme eines Studiums bzw. Einstieg ins Berufsleben erkennen kann: Man zeigt nicht nur, dass man der latein. Sprache mächtig ist, sondern dass man sich EBEN GERADE durch den Unterricht bzw. dem eigenständigen Lernaufwand “durchgeboxt” hat! Und dies wiegt teilweise noch viel höher. Denn es ist nun einmal so, dass an allgemeinbildenden Schulen (Gymnasium) “ALLGEMEIN” gebildet wird. Man muss sich das “RECHT”(!) verdienen, wissenschaftlich arbeiten zu dürfen. Es ist ebenso abwägig zu verlangen, dass man die Stochastik, Linerare Algebra, … aus dem Mathematik-Unterricht entfernen sollte. (Wobei dies tatsächlich schon geschieht und Studenten dadurch erheblichen Nachholbedarf haben!) Denn der eine braucht dies, der andere jenes. Ich behaupte ganz einfach mal, dass ein Biologe/Chemiker/Physiker ebenfalls herzlich wenig aus seinem Pädagogik/EW-Kurs mitnimmt, zumin. was seiner “späteren Verwendung” angeht. Deshalb ist dieser – von Schülern gern gewählte – Ansatzpunkt (“Man braucht das doch eh nie wieder im Leben!”) absolut nicht haltbar!
??? Wozu LATEIN ???
1.LATEIN ist die Basissprache vieler europäischer und außereuropäischer Sprachen.
2.LATEIN stellt die kulturelle Basis der modernen Welt dar, z.B für die bildende Kunst, die Literatur, die Theaterwelt, Jura und Medizin.
3.LATEIN erschließt wesentlich die historisch-politischen Grundlagen der europä-ischen Geschichte.
4.LATEIN knüpft an die Erfahrungswelt unserer SchülerInnen an, z.B. in der Mathematik: Tangente von tangere – berühren, dazu durch die Fachterminologie in den Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik.
5.LATEIN stellt ein in sich geschlossenes Sprach- und Kultursystem dar und hat damit Modellcharakter.
6.LATEIN fördert als ein recht formales und sehr logisch aufgebautes Sprachsystem logisches Denkvermögen.
7.LATEIN fördert die muttersprachliche Kompetenz der SchülerInnen, da LATEIN ein Übersetzungsfach und Deutsch die Unterrichtssprache ist.
8.LATEIN ist ein „Intensivkurs Deutsche Grammatik“ und fördert durch die Bedeutungsvielfalt lateinischer Wörter die sprachliche Ausdrucksfähigkeit unserer SchülerInnen auch in ihrer Muttersprache.
9.LATEIN wird (in der Regel) nicht gesprochen: es entfällt damit das für Schüler-Innen bisweilen mühsame „Sprechen“ in der Fremdsprache.
10.LATEIN findet seine praktische Nutzanwendung später u.a. im Studium der Geschichte, Politik, Germanistik, Fremdsprachen, Jura, Medizin … (An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass für die neuen „Master-Studiengänge“ verstärkt wieder das Latinum als Zugangsvoraussetzung gefordert wird, einfache Lateinkenntnisse werden oft nicht mehr ausreichen!)
Vielleicht erst mal nachdenken, bevor man so einen Artikel veröffentlicht!!!