Im Ausland promovieren

Promotion im Ausland als Alternative zu Deutschland

Insbesondere eine Menge an privaten Hochschulen in Koblenz und Berlin geniessen ein hohes Renomme in der Wirtschaft. Die Promotion an einer deutschen Hochschule ist in der Regel mit einem hohen Arbeitspensum bei schlechter Bezahlung verbunden. Bezahlt wird nach dem Beamtentarif BAT 2A, was einem Nettogehalt ab 1600 Euro entspricht (je nach Alter kann das Gehalt höher ausfallen).

Die Arbeit an Wochenenden ist durchaus keine Seltenheit. Neben einem relativ hohen Lehranteil der promovierenden Assistenten, ist die tägliche Arbeit weiterhin durch intensive Projektarbeit in Form von Beratungsaufträgen von Unternehmen aus der freien Wirtschaft gekennzeichnet. Wer meint die Promotion ist die bezahlte Verlängerung seines Studentendaseins, der ist hier mit Sicherheit falsch aufgehoben. Nichtsdestotrotz gibt es auch Lehrstühle geben, an denen die Arbeitsbelastung überschaubar bleibt. Insbesondere wenn die sehr zeitintensive Arbeit mit Unternehmen wegfällt.

Auch wenn eine Vielzahl von Nachteilen mit einer Promotion verbunden sind, so gibt es doch eine Vielzahl an Bewerbern auf die begrenzten Stellen. Dies gilt insbesondere für die am Anfang genannten Universitäten und privaten Fachhochschulen.


Wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt nach dem Studium an einer guten Hochschule zu promovieren, sollte ruhig einmal einen Blick über deutsche Staatsgrenzen hinweg wagen. Vorteile bietet alleine die Erweiterung des Horizonts, bessere Bezahlung und das Erlernen einer neuen Sprache. Natürlich gibt es auch an renommierten europäischen Universitäten wie Cambridge oder Oxford eine Vielzahl an Bewerbern um relativ wenige Positionen.

Hier konkurriert dann sogar mit Spitzenbewerbern aus dem asiatischen Raum – insbesondere Indien und China. Die Arbeitsbelastung ist nicht weniger als in Deutschland. Sollte man es jedoch schaffen an einer solchen Hochschule zu promovieren, so stehen einem in der Zukunft sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft die Türen weit offen.

Eine Promotion in Italien oder Spanien erscheint vielen aufgrund der Aussicht auf gutes Klima und offene Leute besonders attraktiv. Zu bedenken gilt jedoch, dass eine Promotion in solchen Ländern in der deutschen Wirtschaft nicht besonders anerkannt ist. Ausnahmen bilden evtl. die Universitäten in Madrid, Barcelona, Mailand oder Rom. Möchte man in den jeweiligen Ländern bleiben, so nützt einem der Doktortitel wenig, da die Promotion dort lediglich als Sprungbrett in der Wissenschaft gilt. Dies wird sich wohl auch in Zukunft nicht ändern.

Eine noch relativ wenig beachtete attraktive Möglichkeit bietet die Schweiz. Mit zwei international renommierten Hochschulen – der ETH Zürich im Bereich der technisch- und mathematischen Fächer sowie der Universität St. Gallen im Bereich der wirtschaftlichen und juristischen Fächern – sind zwei Universitäten vertreten, die insbesondere im deutschsprachigen Raum ein sehr hohes Ansehen geniessen. Teilweise sind die Lehrstühle verstärkt auf der Suche nach promotionswilligen Absolventen. Obwohl der Doktortitel in der Schweiz in der Wirtschaft honoriert wird, ziehen es die meisten Schweizer vor nach dem Studium direkt in das Berufsleben einzusteigen.

Gerne von den Instituten genommen, werden aufgrund der sprachlichen Nähe und Ausbildung Deutsche und österreicher. Das Gehalt kann sich auch sehen lassen. Dies hängt jedoch auch sehr starkt von der Hochschule ab. Verdient man an der Universität St. Gallen in der Regel als Assistent umgerechnet 2000 Euro Netto, so verdienen Promovierende an der ETH Zürich je nach Lehrstuhl einiges mehr. Obwohl die Lebenshaltungskosten in der Schweiz um einiges höher liegen kann man aufgrund der Nähe zu Deutschland und österreich sehr gut seinen Lebensunterhalt mit dem Verdienst bestreiten.

4 Antworten auf Im Ausland promovieren

  1. Europa sagt:

    Im Ausland zu promovieren multipliziert die Chancen und MÖglichkeiten im späteren Berufsleben

  2. Laura sagt:

    Ich würde gerne noch wissen welche Universitäten in Mailand (Boccconi?) und in Rom für eine Promotion empfohlen werden.

  3. Vanessa sagt:

    Ich frage mich,wie die Unterschiede zum Verdienst in Madrid und Berlin sind?Wieviel verdienst man wohl als wissenschaftlicher mitarbeiter in Madrid?

  4. heike sagt:

    meine tochter wird in oxfort promovieren mit einem stipendium der uni.können sie mir sagen,ob sie sich in deutschland bei der gkv versichern muß oder ob die versicherung in gb über die uni abgeschlossen wird.danke

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