Besichtigung der Vereinten Nationen (UNO) in Genf

UN-Sitz in Genf

Dieses Gebäude lässt sich dass ganze Jahr über besuchen, um zum einen eine Einführung zum Theme Vereinte Nationen zu bekommen, zum anderen um einen Einblick in die Räumlichkeiten zu erhalten, in dem sich sonst Vertreter von Regierungen und NGOs über die Verbesserung des Lebenstandards in der Welt beraten.

Die Führung ist das ganze Jahr über möglich. Von April bis Oktober ist das Gebäude jeden Tag für Besucher geöffnet, jeweils von 10-12 Uhr und von 14-16 Uhr. In den Sommermonaten Juli und August sogar ohne Unterbrechung von 10-17 Uhr. Die restliche Zeit des Jahres beschränken sich die Führungen auf die Wochentage Montag bis Freitag. Jeden Tag gibt es Führungen auf Französisch und Englisch, an etlichen anderen zusätzlich in Deutsch, Italienisch, Chinesisch, Japanisch, Russisch, Spanisch, Niederländisch, etc. Der Eingang befindet sich nicht am Platz der Nationen, wo man die Fahnen aller Mitgliedsländer bestaunen kann, sondern gegenüber vom Roten Kreuz Museum, der sogenannten “Porte Pregny”.

Pro Reisegruppe, muss mindestens eine Person einen Personalausweis oder einen Reisepass vorweisen können (man sollte 15 Minuten für den Einlass mit einkalkulieren, dann geht es vorbei an der Kasse und dem Souvenirladen zur Tür 39. Alleine der alte Gebäudeteil ist grösser als das Schloss von Versaille. Der ursprüngliche Teil des Völkerbundes wurde von 1929 bis 1936 gebaut, von den 377 Architekten die sich für den Bau bewarben, wählte man die folgenden fünf aus: Lefevre (Frankreich), Nenot(Frankreich), Vago(Ungarn), Broggi(Italien) und Flegenheimer(Schweiz).

Nach einer kurzen Einführung, ist der erste Stop innerhalb des Gebäudes vor der grossen übersichtstafel, welche alle Teil- und Sonderorganisationen der UNO beinhaltet, sowie die Verschiedenen Programme und Fonds. Hier findet der Besucher antworten auf Fragen wie: Wer finanziert die Uno? Wieviele Mitgliedsländer hat die UNO? Warum passieren 80% der UN-Arbeit im wirtschaftlichen und sozialen Bereich? Welche wichtigen Konventionen wurden hier geschaffen? Warum gibt es einen Sicherheitsrat? und viele mehr.

Anschliessend wir einer der vier grossen Konferenzräume im neuen Gebäudeteil besichtig, ein mit 800 Plätzen schon recht beeindruckender Ort. Witziger weise hängen dort keine Rauchverbotschilder sondern es steht geschrieben “Rauchen unwünscht”, die hohe Schule der Diplomatie. Die Erklärungen im Raum dienen dem Verständis vom Ablauf der Verhandlungen, offiziellen UNO-Sprachen und der Einleitung zu dem beiden Genfer Themenschwerpunkten: Menschenrechte und humanitäre Angelegenheiten.

Eine Fussbrücke verbinden neuen und alten Teil des Palastes, welcher von einem wunderschönen Park umgeben ist, ehemals im Besitz einer wohlhabenden Genfer Familie von Gustav Revillod de la Rive, heute von Pfauen bewohnt, wachsen in ihm auch Zedern aus dem Libanon (175 Jahre alt) und finden sich 3 Monumente, darunter das Wahrzeichen des Genfer UNO – Sitzes, der goldene Sternenglobus. Im alten Gebäudeteil, mit seinen 24 Konferenzräumen, fühlt man sich zurückversetzt in die 20er und 30er Jahres, der Zeit der pompösen Baustile, nach einer Besichtigung des Ratsaales mit seinen beeindruckenden Malereien Jose Maria Serts, endet die Führung im grossen Vollversammlungssaal.

Dieser Saal hat 2000 Sitzplätze und viele Staatsmänner und Persönlichkeiten haben den ihn schon vor Ihnen betreten. Zwar gibt es nicht wie in New York eine lustige Anekdote (wir erinnern uns, als Chruschtschow mit dem Schuh auf den Tisch schlug um für Ruhe zu sorgen), doch die Aura des Saales hat es in sich. Interessant sind vorallem die Genfer Aktivitäten im humanitären Bericht (UNO-Flüchtlingshilfswerk, UNRWA, OCHA) und die weltweite Kooperationen mit Nichtregierungsorganisationen.

Wollen Sie mehr über die Aktivitäten der Vereinten Nationen in Genf erfahren? Dann schauen Sie morgen wieder rein in unsere Informationsreihe über die Sonderorganisationen, Programme und Fonds der UNO!

Eine Antwort auf Besichtigung der Vereinten Nationen (UNO) in Genf

  1. Lothar Kindereit sagt:

    Ich suche nun bereits etliche Zeit nach der Adresse des UNO Menschenrechtsrates – und finde sie nicht. Das müsste sich “reparieren” lassen, oder?

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