Jeder kennt Latein aus der Schule, die einen hassen es, die anderen lieben es. Wer wirklich hoch hinaus will im Berufsleben, der braucht Fremdsprachenkenntnisse, dies ist unumstritten, doch es gibt so einige Argumente die gegen Latein sprechen, kann man doch in der Zeit die man zum Latein lernen braucht auch locker zwei einfache Fremdsprachen lernen…
Warum Latein lernen Zeitverschwendung ist
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Latein lernen
Viele, zu viele werden in der Schule mit einem Fach gequält, das einfach völlig unnötig ist, nie wieder im Leben gebraucht wird, trocken und langweilig ist, sowie unsere Pisa-Studien-Resultate versaut. Die Rede ist von Latein, wir sind der Meinung, Latein Lernen ist für die Katz, schade um die wertvolle Zeit, um die unnötig aufgebrachte Energie. Denn wer Latein kann – kann nichts, jedenfalls nicht was derzeit von Nutzen ist.
Andere Länder haben den Zahn der Zeit erkannt und vermitteln ihren Kindern in der Schule wertvolles Wissen, welches auch hinterher im Berufsleben von Bedeutung ist (ob Englisch in Indien, Technik in China). Und was passiert bei uns? Man verplempert Unterrichtsstunden mit Latein lernen! Oft hört man: “Aber Latein ist eine romanische Sprache und hilft beim Lernen von Spanisch, Italienische, Französisch etc…” – Die Sprüche kann man schon nicht mehr hören. Denn es täuscht vor allem über eines hinweg. Das man nämlich in der Zeit die man braucht um Latein zu lernen, problemlos Spanisch UND Italienisch lernen kann. Der Vorteil dieser beiden Sprachen – Sie werden gesprochen !!!
Aber gibt es denn nicht auch trifftige Gründe Latein zu erlernen ? Nein. Es gibt genau einen Platz den Latein einnehmen sollte: Das Abseits ! Es sollte Platz machen für Unterrichtsstunden die wirklich nötig sind. Wir haben nicht wirklich etwas gegen Latein, es gibt Bevölkerungsgruppen (Priester,Päpste, Mönche, Nonnen, Juristen, Historiker sowie die Staatsbürger des Vatikan) für die Latein lernen sehr sinnvoll ist, die Mehrheit der Schüler wird damit aber nur von wichtigerem abgehalten. Denn was sollen Jugendliche mit Latein anfangen? Was ist mit denen, welche die Schule abbrechen müssen, weil sie in Latein scheitern, einem Fach das Sie im wirklichen Leben NIE WIEDER BRAUCHEN werden???
Latein Lernen ist für die meisten Menschen sinnlos, weil:
- Es nur in der Monarchie des Vatikan Amtssprache ist, dazu auch nur neben Italienisch! 550 Staatsbürger sind nicht gerade ein überzeugendes Argument.
- 99,9 % aller Schüler werden Latein hinterher in ihrem ganzen Leben genau 0 Mal verwenden !
- Nur ein Bruchteil der Schüler wird Arzt oder Jurist, warum sollte man die anderen damit quälen ?
- Latein ist weder Amtssprache in der EU, der UNO noch im Weltraum
- Latein ist einfach nicht “cool” sonder “out” ! Man kann ja nicht mal modernen Wörter und Gegenstände in Latein beschreiben, eine lebensnahe Unterhaltung ist einfach nicht möglich!
- In der Zeit, die man braucht um Latein zu lernen, kann man genauso gut: Italienisch, Spanisch, Russisch, Französisch, Portugiesisch, Polnisch Türkisch oder eine andere Sprache mit Zukunft lernen
- Der pädagogische Nutzen von Latein ist (für 90% der Schüler) = NULL. Lediglich langweilen und quälen tut man Schüler damit. Zeit in der man sie eigentlich motivieren, fördern und bilden sollte!
- Schon die Umstellung von römischen Ziffern (I, II, III, IV, V) auf arabische Zahlen (1,2,3,4,5) war ein Fortschritt, der Abschied von Latein an unseren Schulen wäre ein weiterer
- Schule ist nicht da um Schüler zu foltern (Latein) sonder um Menschen die nötige Bildung die sie im Leben / Beruf brauchen werden mit auf den Weg zu geben
- Der Papst kann deutsch, was kratzt uns Latein !
Fazit zum Latein Lernen: Die Schule sollte keine Zeit auf Lateinunterricht verschwenden sondern Latein vom Stundenplan entgültig streichen! Wer Latein später im Beruf braucht, kann es auch an der Universität lernen, warum sollen alle anderen in der Schule dafür bestraft werden das zwei Arzt und Jurist werden wollen? Darum unser Motto: “Statt Latein lernen lieber eine wichtige Fremdsprache lernen !”
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Ich kann gut verstehen dass einige Latein als Hassfach verstehen. Viele brauchen es auch tatsächlich nie wieder. Aber zunächst einmal wird man in den meisten Schulen vor die Wahl gestellt, z.B. vor dem Wechsel in die 7. Klasse, welche Zweitsprache man mÖchte. Meistens lautet die Alternative FranzÖsisch, was sicher nicht sinnlos ist, da eine lebendige Sprache. Es wird also niemand gezwungen, Latein zu lernen!
Zweitens kommt man spätestens im Studium besonders bei geisteswissenschaftlichen Fächern um Latein einfach nicht drumrum, zum Beispiel in Geschichte (auch Neuere Geschichte) und Literaturwissenschaft. Viele meiner Komillitonen stÖhnen darüber, dass sie sich jetzt Latein in wenigen Wochen und teuren Sprachkursen aneignen müssen und es einfach null verstehen, weil gar nicht die Zeit ist, die Grammatik etc. noch zu erläutern. So wie ich in der Schule versäumt habe, FranzÖsisch zu lernen und mir dafür in den Hosenboden treten kÖnnte, weil ich es fürs Studium auch neu lernen muss, bereuen sie es, Latein nicht mal als freiwillige Drittsprache oder als AG gewählt zu haben.
Also, liebe Leute, informiert euch sehr gut und überlegt euch genauer ob ihr Latein wählen wollt oder nicht. “Das brauchen eh nur Ärzte und Priester” ist nämlich schlichtweg FALSCH und irgendwann kommt vielleicht das böse Erwachen: “Was, ich brauch das Latinum?”
Bei mir an der Schule war das Ja zu Latein eigentlich ein Nein zu Französisch der meissten Schüler meines Jahrgangs. Ab der 9. Klasse konnte man auch als Wahlfach Französisch nehmen und das haben viel weniger Lateiner in Anspruch genommen, als die Franzosen Latein. Wie das in den Jahrgängen nach mir genau aussah kann ich nicht sagen. Der Jahrgang unter mir hatte aber doppelt so viel Lateiner wie meiner.
Wenn ich statt Latein auch Physik, Sport, mehr Mathe, Chemie, Informatik hätte machen können, wäre mir das noch lieber gewesen. Aber so habe ich zumindest über Latein noch einiges über die deutsche Sprache gelernt (und teilweise wieder vergessen).
Ich verstehe schon, dass viele Leute kein Bock auf Latein haben, aber ehrlich gesagt, kann ich das nicht so wirklich nachvollziehen: Es ist war, Latein als solches braucht man nicht so viel, aber es gibt noch andere Bereiche wo es von Nutzen. Latein hilft ungemein, logische Systeme zu durchschauen und Zusammenhänge einfacher zu finden. Das klingt jetzt vielleicht nen bisschen gestelzt, aber ich muss sagen, dass mir Latein richtig viel geholfen hat.
Um nochmal auf das Fach als solches zurückzukommen: Bei uns ist es Wahlsprache, und ich hatte 5 Jahre lang Französisch und da find ich Latein echt viel spannender und wichter als Französisch, da das nur eine Sprache ist, die man auch lernen kann, wenn man 3 Monate in Französisch lebt.
Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass Latein (bzw. das Latinum) in der Berufslaufbahn extrem von Nutzen ist, denn es sagt aus, dass jemand ein Fach wie Latein gemeisstert hat und das schon eine Qualifikation ist, die oft unterschätzt wird.
Ich möchte GEGEN Latein Stellung beziehen. Und das als Lateiner.
Vielen Lateingegnern wird (gelegentlich zu recht), unterstellt, Latein nur deshalb zu hassen, weil sie selber schlecht in dem Fach waren. Ich will gerade als ehemaliger guter Latein-LKler gegen das Fach Stellung nehmen:
Wenn die Unterstufenschüler die Option haben, Latein zu wählen, überhäuft man sie mit vielen Versprechungen: Latein sei nicht nur eine Sprache, nein auch ein Wundermittel für und gegen alles – man lernt die Antike kennen, man lernt die Wiege der abendländischen Kultur kennen, man lernt das logische Denken kennen, man lernt auch die deutsche Grammatik kennen etc./usw., sogar im Berufsleben soll es helfen!
Wenn man dagegen ehrlich ist, sind die meisten Argumente nur Pseudo- oder Scheinargumente. In Wirklichkeit geht es darum, dass Lehrer und deren Verbände ihre Planstellen retten wollen. Dafür instrumentalisieren sie ohne Gewissensbisse ihre Schüler, auch wenn diese dadurch später arbeitslos werden könnten. Viele Lehrer haben das Berufsleben ausserhalb der Schule selber noch nie kennengelernt und reden deshalb von etwas, das sie nicht verstehen. Die haben ihr Lieblingsschulfach studiert, sind kurz oder lang an die Uni gegangen und dann zur Schule zurückgekehrt. Vom wirklichen Arbeitsmarkt und auch von der Angst vieler Menschen, in einem Bewerbungsmarathon nicht bestehen zu können, wissen sie nichts.
Empirische Studien haben nahezu alle Scheinargumente für Latein als Mythen entlarvt. Ausnahmen sind nur die Studien, die von Altphilologenverbänden in Auftrag gegeben wurden.
Überhaupt scheint es mir viele Fächer zu geben, die in der Erwachsenenwelt keiner will und deren Vertreter man dann ersatzweise auf die Schüler loslässt. Unter realen Marktbedingungen würden diese Leute arbeitslos.
Unser “Abendland” braucht in der modernen Welt endlich fähige Ökonomen und Techniker. Gerade da krankt aber das (Schul-) System. Besonders Lateinlehrer tun Technik sogar noch als “nutzlose Spielerei” ab. Wenn man von einer toten Sprache alleine leben kann, mag das sogar so sein … aber nur dann! In der Schule gilt der Literat als gebildet, auch wenn ihn nachher niemand mehr nehmen will und der Schrauber gilt als dumm und naiv!
Latein hat lediglich zwei Wirkungen: Man beherrscht zum einen die Sprache selber besser und zum anderen erhöht man etwas seine Allgemeinbildung. Es gibt aber keine “Wunder-Nebenwirkungen” auf Mathe und Deutsch in der Schule oder Medizin und Jura an der Uni.
Zur Klarstellung: Wer Latein freiwillig lernen will oder das Latinum nachweisen muss, der soll das tun. Besonders für historische Fächer mag es auch zur Quellenlektüre gut sein. Aber die meisten brauchen es weder im Studium, noch im Beruf. Man soll auch die Märchen von den notwendigen Lateinkenntnissen für das Medizin- oder Jurastudium endlich sein lassen. Das sind nur noch Restbestände.
Schüler, die überlegen müssen, welche Fremdsprache sie wählen sollen, brauchen endlich eine objektive Beratungsinstanz, nicht die Lateinlehrer selber!
Ich möchte als noch Lateiner sagen das Latein gerade in der Schule nervt und ich vielleicht 10 Wörter seit 1 1/2 Jahren Latein erschliessen konnte.
Meine Lehrerin ist auch nicht das was man als Bildungszentrum bezeichnen kann.
Sie ist Latein und Deutschlehrerin und macht mehr Rechtschreibfehler als ich.
Ausserdem gibt es in Schleswig Holstein (da wohn ich) nur 2 Referenten für Latein, da sieht man wie ,,beliebt” diese Sprache ist.
PS:Wer hat schon mal von der Adverbialen Bestiimung des Urhebers gehört?
Und von der präpositinal Adverbialen Bestimmung des unerheblichen Gegengrundes.
Die wollte unsere Lehrerin uns nämlich andrehen.
Hallo
Ich bin selber in der 9.KLasse mache seit der 7. Latein und habe Französisch als 3.Fremdsprache gewählt.
Ich kann nur sagen , dass mir Latein super geholfen hat.
In der 6Klasse mussten wir uns entscheiden was wir wählen wollen.
Französisch oder Latein
Meine Englischlehrerin meinte zu mir :
” Du bist nicht sprachbegabt , wähl bloss Latein!!!!”
Da HATTE sie auch recht , Englisch 3/4 & Deutsch 3.
Hab dann natürlich auch Latein gemacht.
Jetzt steh ich 1 in Englisch , 2 in Deutsch , 1 in Latein und 1 in Französisch.
Ich hab nicht mehr gelernt,ich konnte es auf einmal einmal einfach nur besser.
Grammatik ist in allen Fächer super einfach für mich.
Ausserdem versteht man viele fremdsprachige Wörter durch Latein.
Ich lerne jetzt gerade noch Portugiesisch und bin superglücklich Latein gewählt zu haben.
Liebe Grüsse
Hallo erst mal,
Ich finde den Beitrag von dem Latein LKler ehrlich gesagt hier am interessantesten. Und natürlich auch den letzten, sehr gestellten, (wer sagt schon Liebe Grüße?!) .
Ich denke um von Latein begeistert zu sein muss man entweder gerne viel lernen oder schon Sprachbegabung und gewisse Intelligenz mitbringen. Ja richtig SPRACHBEGABUNG, denn diese bezieht sich nicht nur auf Fächer wie Spanisch oder Englisch. Es bringt einem genauso viele Vorteile in Latein. Ich glaub das ist auch einer der Gründe weswegen ich meinen jetzigen Lehrer nicht ausstehen kann, weil er viel zu viel auf grammatikalische Begriffe setzt und nicht einfach mal ein wenig Begabung gelten lassen kann.
Aber des nur nebenbei. Für mich war Latein eine wirklich abwechslungsreiche und willkommene Möglichkeit etwas in der Schule zu leisten. Wenn ich dieses Fach nicht gehabt hätte, hätte ich denke ich nicht gelernt zu lernen, denn vorallem DAS kann man danach.
Ich teile die Meinung das Schüler viel zu sehr falsche Versprechungen gemacht werden, nur um sie dafür zu gewinnen Latein zu nehmen. Der Ansatz mit der Mathematisch-logischer Fähigkeit ist meiner Meinung nach völlig falsch. Viel eher sollte man sich mit dem Problem befassen, dass zu viele Jungen Latein wählen und so chaotische Klassen entstehen, was nur dazu führt die Schnitte deutlich nach unten zu ziehen.
Ich will hier niemanden überzeugen Latein zu wählen aber das Argument, dass man danach immer noch Französisch lernen kann finde ich durchaus gerechtfertigt. Wobei man bei Latein aber nie mehr die Möglichkeit bekommt es wirklich ganz zu lernen und vollkommen zu beherrschen. Außerdem kann man in der 7. Klasse bei uns zumindest auch zwischen Spanisch und Chemie wählen und somit wird der Gedanke Französisch als lebende Sprache zu nehmen hinfällig. Spanisch wird viel mehr auch im Geschäft gesprochen und wo bitte spricht man französisch außerhalb Frankreichs ? Ich kenne viel die auch mit ihrer lebenden Fremdsprache franösisch nach ihrem Abitur nicht mehr anfangen können. deshalb finde ich, dass Latein durchaus ein interessantes Fach ist auch wenn es nicht hält was oft versprochen wird.
Ohne freundliche grüße
jemand der zu viel zeit hat und dem es bei dieser Diskussion in den Fingern gejuckt hat auch etwas zu schreiben
Latein lernen ist gar nicht so sinnlos. Durch Latein hab ich erst Grammatik gelernt und trotzdem ich keine Leuchte bin, kann es sogar Spaß machen. Fremdwörter sind leichter ableitbar – im Moment lernen wir sogar in Latein Italienisch. Esperanto ist mega einfach dadurch.
Und außerdem: geh mal in ‘nen Master in einem Fach, das mit Religion/Philosophie zu tun hat – du wirst lateinische Originaltexte übersetzen müssen.
Latein ist gar nicht so blöd, wie’s scheint. Schade nur, dass man der lateinischen (”toten”) Sprache keine Chance mehr gibt.
PS: Hätte ich die Wahl zwischen Latein und Arabisch/Persisch gehabt, hätte ich Arabisch oder Persisch gewählt, aber sowas wird hierzulande ja ohnehin nicht angeboten. Und immerhin besser als “Dö sörie son a pari, ilsontre dasün epissri, keskesee? ah set ün frui”
Ich weiß nicht ob dies auf vielen Schulen gilt; auf meiner jedenfalls schon.
Ich hatte die Wahl zwischen Französisch und Latein als zweite Fremdsprache: Durch Latein konnte ich mih später noch entscheiden ob ich den Naturwissenschaftlichen Zweig oder den Sprachlichen ( 3. Sprache wäre Französisch) nehme.
Als Französisch als erste Sprache hatte ich nur den Naturwissenschaftlichen Zweig zur Auswahl. Ich nahm erst Latein und dann Französisch. Ich tat mir schon nach dem ersten halben Jahr wahnsinnig schwer in Latein. Nach dem ersten Halbjahr des 2. Jahres war ich schon immer bei einer fünf bei Tests froh; Obwohl ich eigentlich sonst ganz gut in der Schule war!
Ich empfehle Latein eigentlich nur Leuten die sehr viel Zeit für Vokabel lernen und Grammatik pauken aufbringen möchten.
Es stimmt: Latein hilft einem bei anderen Sprachen wie Französisch; jedoch nicht so viel, dass sich die aufgebrachte Zeit lohnen würde.
Ich persoehnlich habe Latein nach der 6.Klasse anstatt von Franzoesisch gewaehlt da ich mich bei der Wahl von Franzoesisch sofort auf dem Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Zweit gestellt haette und bei mir damals noch nicht klar war ob ich eine eher mathematische oder sprachliche begabung vorweise. um ehrlich zu sein ich weis es immer noch nicht. Auf jedenfall bin ich an latein fast gescheitert und habe es mittlerweile nach der 10.klasse (nicht erst nach der 11.) “abgelegt” da ich mich fuer ein auslandsjahr in argentinien entschieden habe. In meiner letzten Pruefung in der ich das grosse latinum erlangen haette koennen bin ich mit pauken und trompeten trotz woerterbuch durchgefallen und kann somit nur auf ein kleines latinum zurueckgreifen. dies habe ich jedoch auch nur mit sehr viel nachhilfe und allen drum und dran erreicht. selber konnte ich mich jedoch nie motivieren alleine fuer latein wie fuer meine anderen faecher zu lernen da es mit immer sinnfrei und nutzlos erschien text zu uebersetzen die schon massig andere leute vor dir uebersetzt hatten. viel lieber haette ich so wie es gross von den lateinlehrern in elterngespraechen und und und angekuendigt wurde mehr ueber die kultur von damals gelehrt bekommen.Jetzt bin ich seit wenigen monaten in argentinien und kann stolz sagen das ich in diesen par monaten einen recht beachtlichen spanisch wortschatz aufgebaut habe und werde wenn ich wieder in deutschland bin den spanisch lk belegen obwohl ich davor noch nie spanisch als unterrichtfach in deutschland hatte. hat mir latein beim erlernen dieser sprache in so kurzer zeit geholfen?ja und nein. zu einem ja da es natuerlich diese paralelen zwischen latien und dem spanischen gibt aber da haette mir auch ein jahr latein gereicht um die grundsaetze der grammatik und den wortaufbau zu lernen und nich 4 jahre. und nein da ich wenn ich mich nicht so mir latien gequaelt haette und so viel energie darin verschwaendet haette schon laengst spanisch haette lernen koennen oder eine andere sprache.
ich bin nicht dafuer latein abzuschaffen sonder es ein jahr als pflichtfach einzufuehren um grammatische strukturen besser zu vermittel.
Wenn ich mir den Beitrag durchlese, komme ich zu dem Schluss, dass Deutsch wohl auch nicht ein Schwerpunkt im Leben des Autors gewesen sein kann. So viele (Grammatik-) Fehler in einem Beitrag, der Wissen vorgaukelt. Vielleicht haben Menschen, die Latein lernen »mussten« auch ein besseres Gefühl für Grammatik.
Nebenbei ist wohl noch kaum jemand wegen eines einzelnen Faches an seiner Schule gescheitert, wie es hier suggeriert wird. Da gibt es doch ganz andere Ursachen. Eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema wäre deutlich angebrachter, als das simple Niedermachen vom hohen Ross herab, dass eher einer Stammtisch-Tirade gleicht, als einer fundierten Äusserung.
@wer wohl?
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir verstehen dass nicht alle Leser die Meinung unseres Redakteurs vertreten, trotzdem weisen wir Sie darauf hin, das wir keine gestellten Kommentare veröffentlichen sondern sich hier nur Leser zu Wort melden. Veröffentlicht werden selbstverständlich postive und negative Kommentare – es lebe die Diskussion.
Es wird hier in manchen Beiträgen immer wieder erwähnt, man wird zu Latein nicht gezwungen. Aber so ganz stimmt das in unserem Fall nicht. Latein ist hier voll im Trend. In den nächsten 2 Gymnasien hätten meine Kinder keine Wahlfreiheit. Sie müssten dort ab der 5. Klasse Latein und Englisch nehmen. Darum waren wir gezwungen unseren Sohn ans andere Ende der Stadt zu schicken, um ihm Latein zu ersparen. Dort kann er mit Englisch anfangen und dann in der 6. Klasse wählen, ob er Französich oder Latein will. Leider ist keiner von seiner Klasse mitgegangen und er kennt niemanden in seiner Klasse. Mir ist es schwer gefallen ihn dort anzumelden.
Ich selbst hatte von der 5. Klasse bis zur 13. Latein und mir hat es von Anfang an nicht gefallen. Meine Lieblingsfächer waren Mathe, Chemie, Physik. Ich höre immer wieder Latein würde logisches Denken schulen. Aber ich konnte an Latein nichts logisches feststellen. In anderen Fächern hattte ich keine Probleme.
Zunächst einmal ist der Unterricht immer nur so gut, wie der Lehrer, der ihn führt. Guter Lateinunterricht kann daher unheimlich viel bringen, wohingegen schlechter lediglich die Abneigung der Schüler diesem Fach gegenüber bewirkt.
Die Argumente, dass Latein hilft andere Sprachen zu lernen usw. hat weniger etwas mit der Sprache “selbst” zu tun, sondern damit, dass man sich bei keiner modernen Fremdsprache so intensiv mit dem Phänomen Sprache auseinander setzen muss. Man lernt das Grundgerüst kennen, das zum Lernen einer jeden Sprache notwendig ist, d.h. was sind Fälle, wozu sind die gut, wozu gibt es Zeitenfolgen, Partizipien etc. Welche Aufgabe übernehmen die einzelnen Satzteile eigentlich im Satz. Wer dieses Gerüst erst einmal verstanden hat, wird leichter mit der Grammatik anderer Sprachen zurecht kommen, denn Subjekt Objekt Prädikat, Adverb und Ko gibt es nun einmal in jeder Sprache. übrigens darf man besonders in diesem Punkt nicht von sich ausgehen…nur weil man selbst Sprachen prinzipiell schnell lernt, trifft das noch lange nicht auf andere zu. Es gibt da, man mag es kaum glauben, auch Schüler, die den Englisch-, Spanisch-, Französisch- oder jeglichen Sprachunterricht verteufeln und das, obwohl diese Sprachen gesprochen werden. Wenn ein Lateinlehrer also den Sinn seines Faches verstanden hat, dann geht es ihm nicht nur darum, dass die Schüler Cicero fein übersetzen können, sondern das sie das System Sprache im Allgemeinen verstehen (hier sollte man das Phänomen Schule betrachten, dass Schülern alle wichtigen Bereiche ihrer Gesallschaft näher bringen soll…naja und die Sprache, egal welche, ist DIE Basis von Gesellschaft)
Damit verbunden ist auch noch ein weiterer schöner Nebeneffekt. Vielen deutschen Schülern fehlt es heutzutage nämlich an einem guten Ausdruck und einem Wortschatz der über der 100-Wort-Grenze liegt. Wozu der Lehrplan im Deutschunterricht kaum noch Möglichkeit gibt, kann also im Lateinunterricht nachgeholt werden, denn so sehr sich die Schüler mit der lateinischen Sprache auseinandersetzen müssen, so sehr müssen sie auch ihre eigene Sprache verstehen. Dieses Verständnis fehlt vielen, ist im Berufs- und sozialen Leben aber unbedingt notwendig und in keiner modernen Fremdsprache muss man sich so intensiv mit der eigenen Sprache auseinandersetzen, wie in Latein (hier sei auch wieder auf die Sprache als Basis für jede Gesellsschaft verwiesen…wenn sich unsere gesellschaft weiter dahin entwickelt, dass immer weniger einen ordentlichen Satz herausbringen oder einen zusammenhängenden, logisch aufgebauten Aufsatz schreiben können, dann bröckelt auch die Gesellschaft. Zudem fördern nebenbei derartige Sprachen kognitive Fähigkeiten, weil der Kopf etwas mehr angestrengt werden muss, als bei modernen Fremdsprachen (die oftmals an Komplexität im Laufe der Zeit eingebüßt haben)
Letztendlich sollte man die Ergebnisse des Lateinunterrichts nicht darin sehen, wie schön jemand einen lateinischen Text übersetzen kann (in der HInsischt braucht man das Fach nämlich wirklich nie wieder)…Latein ist eher als Wegbereiter für gewisse softskills zu sehen, die im Besonderen darin liegen, zu verstehen, wozu diese ganzen Ausdrucksmöglichkeiten in einer Sprache überhaupt gut sind und darüber seine eigene Sprache bewusster zu nutzen, aber auch andere Sprachen schneller zu lernen. Das sind im Übrigen Fertigkeiten, die man nicht auf einem Blatt Papier sieht und die man dann einfach hat, ohne dass es einem vielleicht bewusst wird, aber während man eine Fremdsprache auch schnell verlernen kann, wenn man sie nicht nutzt, hat man diese Fertigkeiten meist ein Leben lang