Unglaubliches ereignete sich gestern, wie die spanische Zeitung El Pais berichtete, in der spanischen Stadt Girona. Eigentlich sollte es ein ganz normaler Tag werden. Diese gemütliche Stadt in Katalonien bekam gestern Besuch des spanischen Königspaares, dafür waren weder Paraden noch andere Prunkveranstaltungen geplant, doch dann kam es in den Abendstunden zu einer grossen Demonstration.
Skandal: öffentliche Bilderverbrennung in Spanien
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Nachrichten aus Spanien
An der Demonstration, welche von linken für die Unabhängigkeit eintretenden Grupen organisiert wurden, namen gut 1000 Personen Teil, es wurden Sprüche gegen die spanische Monarchie, gegen die Köngisfamilie und für die Unabhängigkeit Kataloniens gerufen, der Höhepunkt war die Verbrennung von riesigen Bilder der Königin und es Königs. Geschützt von der Polizei hielt der König Juan Carlos eine Rede vor 1000 Arbeitgebern der Region.
Zwar ist es bekannt, das es in Katalonien viele Gruppen gibt, welche gegen die Monarchie und für eine katalanische Republik sind, soweit zu gehen, die Bilder des Königspaares öffenlich zu verbrennen, ist man aber noch nie gegangen, geniesst doch der König dank seines Beitrages zur demokratischen Wende in Spanien eine sehr guten Ruf quer durch alle Bevölkerungsschichten.
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Auch auf meiner homepage gibt es eine Bilderverbrennung. Ich verbrenne jedoch nur meine eigenen Grafiken und Zeichnungen.
Ich finde es grauenhaft, die Bilder anderer Menschen zu verbrennen, ganz egal, ob es sich um die Bilder eines Königspaars oder – wie in der Nazizeit – um die Bilder von sogenannten “entarteten” Künstlern handelt.
Bei meiner Bilderverbrennung weise ich darauf hin, dass es wirklich einen Unterschied gibt. Und die kritiklose Veranstaltung und Rezeption einer Bilderverbrennung zeigt die Denkfaulheit und das fehlende Geschichtsbewusstsein vieler Leute.
Wenn der spanische König dafür sorgte, dass die Demokratie in Spanien gefestigt ist, sollte man den Katalanen mal mit einem Volksentscheid die Möglichkeit geben, ob sie sich weiterhin von wilden Ideen aufputschen lassen wollen, oder ob sich Spanier/Katalanen mal das deutsche Beispiel vornehmen wollen: eine föderale Selbständigkeit, innerhalb des spanischen Staates, anzudenken, wie das bei uns in Deutschland mit der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein geschieht.
Wenn dann die Mehrheit der Katalanen immer noch tatsächlich die totale Trennung vom spanischen Staat wünscht, sollte man sie (und auch die Basken) vom Mutterland trennen und sie ihrem Schicksal alleine überlassen. Nationalismus: das ist eine rückwärts gewandte Idee. Aber dann haben sie es nicht anders verdient.
Andererseits sollte das vereinigte Europa die Idee fördern, Minderheiten zu schützen, um in den Staaten deren vielfältige Kulturen, Sprachen und historische Besonderheiten zu unterstützen. Das fehlt immer noch im vereinigten Europa, bei unserem, auf das globale Wirtschaften fixierte, unaufgeklärte Bewusstsein.