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Traurigste Moment nach der Wende

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In Rostock Lichtenhagen ereigneten sich vom 22. bis 26. August 1992 die schlimmsten übergriff auf Ausländer seit dem 2.Weltkrieg. Dort zündeten unter dem Beifall von teilweise von bis zu 3000 Schaulustigen, mehrere hundert von Rechtsradikalen und Mitläufern, ein von mehr als 100 Vietnamesen bewohnten Plattenbau an.

Rechte Gewalt

Ein Kamerateam des ZDF und der Ausländerbeauftragte der Region waren mit dem Haus als die Flammen schon bis in die 2. Etage vorstiessen. Die Feuerwehr wurde von den Rechten Gewaltätern angegriffen und konnte auf Grund fehlender Polizeieinheiten nicht löschen. Neo-Nazis aus dem ganzen Bundesgebiet reisten an um mitzumachen. Die Situation konnte erst mehrere Tage später mit Hilfe von als Verstärkung gerufenen Polizisten aus Hamburg und anderen Städten unter Kontrolle gebracht werden. Die Brandstiffter und Schläger konnten sich in der riesigen Masse von Anwohner verstecken und die Polizei angreifen. Keiner der Schaulustigen, welche die Neo-Nazis anfeuerten wurde je bestrafft.

Dieser schreckliche Ereigniss diente anschliessend dazu, das Asylrecht abzuschaffen.

Hier noch eine italienische Dokumentation mit direkten Aufnahmen und Interviews auf deutsch:


2 Kommentare zu “Traurigste Moment nach der Wende”

  1. Balder sagt

    Ich habe vor längerer Zeit diese Doku im Fernsehen gesehen und alles was mir dazu einfällt ist “beängstigent”.
    Was kann Menschen nur dazu bringen KOLLEKTIV so zu handeln?
    Das man individuell schlechte Erfahrungen macht ist eine Sache, aber das so von Problemen mit Ausländern betroffen sein sollen, kann ich mir nicht vorstellen.
    Vor allem muss man dabei bedenken, dass wenn die “ausländischen Schläger, Krawallmacher und Schnorrer” fehlen würden, sofort heimische Gruppen diese Stellung übernehmen würden.
    Ich sehe es als ein grundlegendes Problem, dass sich problematische Gruppierungen auftun und glaube nicht daran, dass das nur ein Problem sein soll, dass durch ausländische Personen entstanden ist!

  2. Nico Sisko sagt

    Hallo, leider berichten die Medien nicht, was sich 2-3 Wochen vor den Ereignissen vom 22.August 1992 zugetragen hat. Rückblende: Wir haben Ende Juli 1992. Etwa 100 – 200 Asylbewerber vom Volksstamm der Sinti und (oder)Roma beziehen “Quartier” im Hochhaus Mecklenburger Allee 18-19. In dem Haus wohnten bis dahin hauptsächlich, wie von den Medien berichtet, ca. 100 Vietnamesen. Es kam bis dahin zu keinen nennenswerten Auseinandersetzungen zwischen den Vietnamesen und den deutschen Nachbarn. Die Vietnamesen waren allgemein akzeptiert, was wahrscheinlich an den ihnen mitgegebenen Eigenschaften wie Friedfertigkeit, Bescheidenheit und Fleißigkeit liegt. Sie haben versucht sich zu integrieren und es ist ihnen bis heute wunderbar in Rostock gelungen. Aus mir nicht bekannten Gründen, zogen ein Großteil der Sinti/Roma nicht in die Wohnungen, sondern machten es sich auf den Wiesen rund um das Hochhaus gemütlich. Auch nachts!! Warum? Vielleicht mochten Sie die Wohnungen nicht, oder ihre neuen Nachbarn die Vietnamesen, (die Vietnamesen waren jedenfalls nicht sehr glücklich über ihre neuen Mitbewohner) wahrscheinlich hat sich einfach jemand beim Einquartieren verzählt… Fakt ist: ca. 7-10 Tage wohnten ca. 100 Sinti/Roma im Freien mit allem was dazu gehÖrt. Toiletten?? Die schÖnen Büsche haben sich sehr gut als Freiluft-Toilette geeignet, fürs kleine und auch das große Geschäft. Scheinbar hat man sich auch bei der Verpflegung verzählt. Das erklärt vielleicht die Diebstähle im anliegenden Lebensmittelmarkt. Die Sinti/Roma durften nach ein paar Tagen nur noch in Begleitung einkaufen. Es müssen auch wesentlich mehr Männer als Frauen dort “gewohnt” haben, denn scheinbar herrschte Frauen-Mangel bei den netten Sinti/Roma. “Deutsche Frauen” wurden massiv von den jungen Männern der S/R “angebaggert”, ich würde es als belästigt bezeichnen. Eine Altersgrenze nach unten gab es wohl nicht. Vielen Anwohnern war es äußerst unangenehm, sich auch nur in die Nähe des Hochhauses zu begeben. Leider musste man, um zur S-Bahn Station zu gelangen, an dem Haus vorbei. (Jedenfalls dann, wenn man nicht einen großen Umweg in Kauf nehmen wollte.
    Ist das der Grund, warum die Schaulustigen an den ersten zwei Tagen Beifall klatschten als ein aufgebrachter Mob die Sinti/Roma vertrieb? Es wird in den Medien immer von Angriffen auf Vietnamesen berichtet, die sich auch leider so ereignet haben. Der wahre Grund für die Entstehung der Ausschreitungen waren die uns als in aller Welt “beliebten” Sinti/Roma, welche bekannt für Ihre Anpassungsfähigkeit sind. Sicher, es gibt Ausnahmen. Es bleibt zu bemerken, welche Wahl die S/R hatten. Sie kÖnnen mit ihren Bedingungen nicht sehr glücklich gewesen sein. Die Schuld ist wohl bei der Stadt Rostock zu suchen, welche tagelang, tatenlos dem Treiben zusah.
    Ich mÖchte die Taten, die hier im August 1992 geschehen sind, nicht entschuldigen. ES WAR FALSCH SO ZU HANDELN. Vor den Ausschreitungen waren die Sinti/Roma sowie die Anwohner die Leidtragenden, jeder auf seine Weise. Und Leidtragende klatschen Beifall wenn sie von ihrem Leid erlÖst werden…

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